Das müssen Urlauber jetzt beachtenVerschärfte Reisehinweise für Türkei – kurz vor den Osterferien

In der Türkei ziehen aktuell jede Nacht Tausende auf die Straßen, um gegen die Regierung zu protestieren.
Das Auswärtige Amt hat die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei verschärft.
deutsche presse agentur (sport)

Die Situation im Nahen Osten spitzt sich zu!
Kurz vor den Osterferien hat das Auswärtige Amt die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei verschärft. Grund dafür ist offenbar eine iranische Rakete, die am 4. März im türkischen Grenzgebiet abgefangen wurde. Das müssen Reisende in die Türkei jetzt wissen.

Von Reisen in bestimmte Gebiete der Türkei wird komplett abgeraten

Zwar spricht das Auswärtige Amt nicht davon, dass Reisen in die Türkei grundsätzlich gefährlich sind. Trotzdem sollten Urlauber in bestimmten Regionen besonders vorsichtig sein. „Von nicht notwendigen Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Iran, Irak und Syrien in den Provinzen Agrı, Igdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri wird abgeraten“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

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NATO defences destroyed incoming missile from Iran
Am Mittwoch hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen.
MS, via REUTERS, Ihlas News Agency

Weitere Flughafen-Sperrungen sind möglich

Hintergrund der Warnung sind die Luftschläge der USA und Israels gegen den Iran. „In Reaktion darauf erfolgen Luftangriffe aus Iran auf zahlreiche Ziele in der Region. Die Lufträume mehrerer Staaten wurden gesperrt“, erklärt das Auswärtige Amt und warnt ausdrücklich: „Auch weitere Luftraumsperrungen sind möglich.“ Das könnte als direktes Nachbarland des Iran theoretisch auch die Türkei betreffen. Das Auswärtige Amt schließt „Einschränkungen des Reiseverkehrs“ in der Region nicht aus.

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Was sollten Deutsche in der Türkei jetzt beachten?

Deutschen Staatsbürgern, die sich aktuell in der Türkei aufhalten, rät das Auswärtige Amt außerdem, sich in den Medien „regelmäßig zur aktuellen Lage“ zu informieren. Reisende sollten sich auch auf der Krisenvorsorgeliste eintragen, die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte befolgen und sich möglichst nicht in der Nähe von Militäreinrichtungen aufhalten. „Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter“, heißt es weiter.

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Die Türkei verhält sich im Krieg gegen den Iran eigentlich neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. In der Türkei sind aber auch US-Soldaten stationiert. Der Nato-Luftwaffenstützpunkt im Land ist in Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana. Nach US-Angaben sind dort rund 1.500 Militärangehörige stationiert. Der Stützpunkt gilt als wichtiges Militär-Drehkreuz in der Region.

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Auswärtiges Amt rät zur Vorsicht in der Türkei

Das Auswärtige Amt rät aber nicht nur im Grenzgebiet und an Militärstützpunkten zur Vorsicht: „In allen Teilen der Türkei muss zudem grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.“ Wer sich in der Türkei befindet oder eine Reise dorthin plant, sollte daher große Menschenansammlungen meiden – auch auf öffentlichen Plätzen, vor Touristenattraktionen. Aber auch „abgelegene Gegenden und wenig befahrene Landstraßen“ sollten gemieden werden.

Alle aktuellen Infos zu Reisen in die Türkei findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes. (mit dpa)

Verwendete Quellen: Auswärtiges Amt, dpa