„Wir konnten ja nicht am Telefon losweinen”Nach 600 Kilometern durch die Wüste fallen Roja und Lara ihren Mamas endlich in die Arme

von Felix Fromm und Johanna Werning

Auf diesen Moment haben sie alle hingefiebert!
Mitten in der Nacht machen sich die beiden Mamas von Roja und Lara auf den Weg nach Frankfurt, um ihre Töchter endlich wieder in die Arme zu nehmen! Denn die 26-Jährigen haben Tage voller Angst hinter sich! Nach einer Kreuzfahrt steckten sie in Doha fest. Ihr geplanter Flug wurde storniert, auch die Botschaft oder das Auswärtige Amt konnten nur bedingt helfen. Also entschlossen sich die beiden Touristinnen aus Dortmund, auf eigene Faust nach Hause zu kommen.

Nach Tagen voller Angst: „Wir haben es geschafft, wir sind in Frankfurt angekommen“

Da nach Angriffen des iranischen Mullah-Regimes in Doha der Luftraum zeitweise gesperrt und alle Flüge gestrichen wurden, buchten sie sich einen Flug aus Riad in Saudi-Arabien, der sie nach Frankfurt bringen soll. Doch der Flughafen ist 600 Kilometer entfernt, in einem anderen Land. Mehrfach versuchten sie, Transfers zu buchen, um über die Grenze zu kommen. Immer wieder wurde die Fahrt storniert. Doch am Mittwoch (4. März) klappte es endlich: Stundenlang fahren sie durch die Wüstenlandschaft, bis sie endlich am Flughafen in Saudi-Arabien ankommen.

Von dort geht es dann noch einmal mit dem Flugzeug sechseinhalb Stunden nach Deutschland. „Wir haben es geschafft, wir sind in Frankfurt angekommen“, freut sich Roja am Donnerstagmorgen (5. März). Fast einen Tag sind die beiden da bereits unterwegs, als sie endlich deutschen Boden betreten. Mit Blumen und Ballons werden sie von ihren Mamas in Empfang genommen. Endlich können sie sich wieder in die Arme schließen.

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„Wir mussten ja auch Stärke zeigen“: Roja und Lara schließen ihre Mamas wieder in die Arme

„Sie sind da, sie sind gesund. Es geht ihnen gut“, freut sich Laras Mama Corinna. Die Erleichterung nach Tagen voller Unsicherheit ist riesig. Immer wieder hörten sie in Doha die Luftabwehr, hielten sich nur in ihrem Hotelzimmer auf, nachts wurden sie durch Warnmeldungen oder Explosionen geweckt. „Das macht ganz viel mit einem“, so Roja. „Vor allem, wenn man mitbekommen hat, wie von zu Hause quasi mitgelitten worden ist. Es ist echt wunderschön, jetzt Mama wieder gesehen zu haben“, ergänzt Lara.

Von Dortmund aus haben Lara und Rojas Mütter versucht, bestmöglich zu helfen und die beiden so schnell wie möglich nach Hause zu holen.
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Von Dortmund aus haben Lara und Rojas Mütter versucht, bestmöglich zu helfen und die beiden so schnell wie möglich nach Hause zu holen. „Wir mussten ja auch Stärke zeigen. Wir konnten ja nicht am Telefon losweinen, losheulen oder sonst irgendwas. Wir mussten ja auch stark bleiben und sagen: ‚Ihr schafft das. Das kriegen wir hin. Das wird funktionieren, ihr kommt zurück‘“, so Laras Mutter.

Für Lara und Roja zählt jetzt nur eins: „Erst mal nach Hause fahren, ankommen, das Ganze irgendwie ein Stück weit verarbeiten und realisieren, dass man wieder zu Hause ist und dann wahrscheinlich erst mal eine dicke Runde schlafen.“

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche