Zwei tote Babys in zwei JahrenErst stirbt ihre Tochter (3 Monate), dann ihr Sohn – jetzt sitzen die Eltern in Haft

Ein Teddybaer sitzt in einem leeren Kinderbett.
Im US-Bundesstaat Utah sterben zwei Babys desselben Paares innerhalb von knapp zwei Jahren. (Symbolbild)
IMAGO / photothek

Beide Babys werden nur etwa drei Monate alt.
Vor knapp zwei Jahren verliert ein Paar aus dem US-Bundesstaat Utah seine gerade einmal drei Monate alte Tochter. Im Juli 2026 kommt ein kleiner Junge zur Welt – ein neues Familienglück nach dem schweren Verlust. Doch nicht einmal drei Monate später ist auch er tot! Jetzt hat die Polizei die Eltern festgenommen – gegen beide steht ein schwerer Verdacht im Raum.

Vater findet Baby (knapp 3 Monate) leblos im Bett – wenig später klicken die Handschellen

Es ist kurz nach 5 Uhr morgens, als Nicholas Patrick Romero (40) am Mittwoch (7. Oktober) aufwacht. Wie der US-Sender KUTV unter Berufung auf die eidesstattliche Erklärung der Polizei berichtet, will er sich für die Arbeit fertig machen. Doch als er versucht, seinen kleinen Sohn, der mit ihm und seiner Partnerin im Bett lag, zu wecken, bemerkt der Vater, dass etwas nicht stimmt. Sein Sohn Atreyu Nick Romero liegt blass und regungslos im Bett – atmet nicht mehr. Der Vater versucht verzweifelt, das Baby wiederzubeleben, und alarmiert die Rettungskräfte. Doch jede Hilfe kommt zu spät.

Was zunächst wie ein tragischer Säuglingstod aussieht, wird zum Fall für die Kriminalpolizei. Denn die Ermittler stoßen auf Umstände, die schwere Fragen aufwerfen. Wie das Nachrichtenportal KSL berichtet, findet die Polizei nicht nur mehrere leere Alkoholbehälter in unmittelbarer Nähe des Bettes, sondern auch mutmaßliche Drogenutensilien.

Nicholas Romero und seine Partnerin Christina Joy Patton (39) werden noch am selben Tag festgenommen.

Der Vorwurf: Kindesmisshandlung mit Todesfolge durch strafbare Fahrlässigkeit.

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Whiskey, Drogen und ein Baby im Elternbett – was geschah in der Todesnacht?

Bei den Befragungen kommt ans Licht, wie die Eltern die letzten Stunden mit ihrem Sohn verbracht haben. Beide geben laut Polizeiunterlagen zu, am Dienstagabend Alkohol getrunken zu haben. Christina Patton berichtet von drei bis vier Gläsern Whiskey. Ihr Partner räumt schließlich vier bis fünf Schnäpse ein und erklärt außerdem, nach der Arbeit Marihuana konsumiert zu haben. Die Mutter gibt zudem an, verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen zu haben.

Trotz des Alkoholkonsums nehmen die beiden ihren kleinen Sohn mit ins Elternbett. „Beide Elternteile gaben an, das Baby absichtlich mit in ihrem Elternbett schlafen zu lassen, anstatt es in einem separaten Babybettchen schlafen zu lassen”, heißt es laut KSL in der eidesstattlichen Erklärung. Kurz vor Mitternacht bereitet der Vater nach eigener Aussage eine Flasche Säuglingsnahrung zu, wickelt Atreyu in eine Decke und legt ihn auf ein Stillkissen zwischen sich und seine Partnerin. Dann schläft er ein.

Doch mitten in der Nacht wird der Junge unruhig. Gegen 1.30 Uhr beginnt Atreyu zu weinen. Seine Mutter nimmt ihn laut ihrer Aussage vom Kissen, wickelt ihn aus der Decke und legt ihn auf ihre Brust, um ihn zu beruhigen. Anschließend hält sie den Säugling auf ihrem rechten Arm. Irgendwann schläft auch sie ein.

Stunden vergehen. Als Nicholas Romero gegen 5.15 Uhr aufwacht, liegt das Baby zur Mutter gewandt. Der Junge reagiert nicht mehr. Was genau in diesen Stunden passiert ist, müssen die Ermittler nun klären.

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Schon einmal stirbt ein Baby des Paares – auch die Tochter wird nur drei Monate alt

Doch bei ihren Ermittlungen machen die Beamten laut KSL eine weitere erschütternde Entdeckung: Atreyu ist nicht das erste Kind des Paares, das im Säuglingsalter stirbt.

Am 24. Oktober 2024 hatten Nicholas Romero und Christina Patton bereits ihre kleine Tochter Catherine Irene Romero verloren. Das Mädchen war gerade einmal drei Monate und fünf Tage alt. Wie KUTV berichtet, kam Catherine mit mehreren gesundheitlichen Problemen zur Welt. Unter anderem hatte sie eine Gaumenspalte und Schwierigkeiten beim Füttern, weshalb sie auf eine Ernährungssonde angewiesen war.

Was genau zum Tod des Mädchens führte, ist bislang nicht geklärt. Die Ermittler sprechen allerdings von einem ähnlichen Vorfall. Auch dieser Todesfall wird weiterhin untersucht. Ob in diesem Fall jedoch eine strafrechtliche Anklage erhoben wurde, ist unklar.

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Dann, knapp zwei Jahre später, scheint für die Familie ein neues Kapitel zu beginnen: Am 18. Juli 2026 wird Atreyu geboren – fast auf den Tag genau zwei Jahre nach seiner großen Schwester. In einem emotionalen Facebook-Beitrag schreibt der Vater laut KUTV, er glaube, dass sein Sohn von Catherine im Himmel persönlich ausgesucht worden sei.

Doch das Familienglück währt nur wenige Wochen. Am 7. Oktober stirbt auch Atreyu – nur zwei Monate und 19 Tage nach seiner Geburt.

Nach zweitem Baby-Tod: Polizei erhebt schwere Vorwürfe gegen Eltern

Für die Ermittler wiegt der frühere Todesfall schwer. Denn ihrer Ansicht nach hätten Nicholas Romero und Christina Patton durch den Verlust ihrer Tochter bereits wissen müssen, wie gefährlich unsichere Schlafbedingungen für Säuglinge sein können.

Hinzu kommt laut KUTV der Alkoholkonsum sowie die bewusste Entscheidung, das Kind trotzdem mit ins Bett zu nehmen. Die Ermittler sind überzeugt, dass die Eltern durch ihr Verhalten ein erhebliches und vermeidbares Risiko für das Leben ihres Sohnes geschaffen haben.

Wegen dieses Verdachts folgt kurz darauf die Festnahme. Die beteiligten Beamten fordern dabei die Festhaltung ohne oder mit hoher Kaution. Das Paar wird ins Gefängnis von Salt Lake County eingeliefert.

Noch steht nicht fest, woran Atreyu tatsächlich gestorben ist. Auch die Todesumstände seiner Schwester Catherine sind weiterhin Gegenstand eines separaten Verfahrens. Ob und in welchem Umfang die Eltern für die beiden Todesfälle verantwortlich sind, ist nicht abschließend geklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Verwendete Quellen: KUTV, KSL