Bessere Schulnoten gegen GeldLehrerin verspricht Schülern bessere Noten gegen Spende für die Reisekasse – gefeuert!

Geld spenden und dafür die eigene Schulnote aufbessern?
Genau dieses Angebot hat eine Lehrerin ihren Schülern im US-Bundesstaat Iowa gemacht. Mit den Spenden wollte Stephanie Mullaley eine Reise nach Ecuador finanzieren. Für die Pädagogin hatte die Aktion gleich doppelte Konsequenzen.
Schüler fühlten sich laut Richter unter Druck gesetzt
Im Frühjahr 2026 soll Stephanie Mullaley Schülern im Schuldistrikt von Clinton im US-Bundesstaat Iowa angeboten haben, ihre Noten durch Extrapunkte aufzubessern, wenn sie Geld auf ihre persönliche GoFundMe-Seite einzahlten. Einige Jugendliche spendeten tatsächlich. Laut den Feststellungen des zuständigen Verwaltungsrichters fühlten sich Schüler dabei unter Druck gesetzt. Das berichtet das US-Nachrichtenportal Iowa Capital Dispatch unter Berufung auf staatliche Unterlagen.
Im Video: Lehrer beklaut seine Schüler
Mit den Spenden sollte es nach Ecuador gehen
Stephanie Mullaley hatte Anfang 2026 eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um gemeinsam mit ihrem Ehemann im Juli nach Ecuador zu reisen. Dort wollte sie nach eigenen Angaben als Dolmetscherin ein medizinisches Missionsteam unterstützen und dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Ihr Mann sollte das Team ebenfalls unterstützen.
Die Spendengelder sollten unter anderem Flüge, Bus- und Bootsfahrten sowie Essen und Hotelkosten finanzieren. Als Ziel hatte Mullaley 1.800 US-Dollar angegeben. Viel Geld kam allerdings nicht zusammen. Sechs Spender zahlten insgesamt 140 Dollar ein. Die einzelnen Beträge lagen zwischen fünf und 50 Dollar.
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Schulbezirk entließ Stephanie Mullaley
Der Clinton Community School District erfuhr schließlich von der ungewöhnlichen Spendenaktion. Der Vorwurf lautete, Mullaley habe ihre Stellung als Lehrerin genutzt, um Schüler zu Zahlungen zu bewegen. Am 29. Mai wurde sie wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die Ethikrichtlinien des Schulbezirks entlassen.
Doch damit war die Sache für die Pädagogin noch nicht ausgestanden. Mullaley beantragte nach ihrer Entlassung Arbeitslosenunterstützung. Dadurch beschäftigte sich Verwaltungsrichter Duane Golden mit dem Fall. Seine Feststellungen fielen deutlich aus. Die Schüler hätten sich dadurch „unter Druck gesetzt gefühlt, Geld auf ihre persönliche GoFundMe-Seite zu spenden“, heißt es in der Entscheidung. Golden wertete Mullaleys Verhalten als arbeitsbezogenes Fehlverhalten und als „vorsätzliche oder mutwillige Missachtung“ der Interessen ihres Arbeitgebers. Ihren Antrag auf Arbeitslosenunterstützung lehnte er deshalb ab.
Verwendete Quellen: Iowa Capital Dispatch, NY Post


