21.000 Euro für die BeerdigungNach Spenden-Shitstorm: So antwortet Ralf Richters (†69) Sohn auf den Hass!

Ralf Richters Sohn bittet um Spenden
Ralf Richter starb am 15. September 2026, nun meldet sich sein Sohn und antwortet auch auf die Hassnachrichten (Archivbild).
imago/Future Image

Erst die Trauer, dann folgte der Hass!
Nach dem Tod von Ralf Richter (u. a. „Bam Boom Bang”, „Manta”, „Das Boot”) sollte eine Spendenaktion seiner Familie beim Abschied helfen. Doch statt nur Anteilnahme folgten heftige Vorwürfe und wütende Nachrichten. Jetzt erklärt Sohn Maxwell, warum er die Kritik nicht einfach stehen lassen will.

Spendenaktion für Ralf Richter (†69) zieht heftige Kritik nach sich

„Wie schamlos ist das denn.“ Mit solchen Worten sah sich die Familie von Ralf Richter nach dessen Tod konfrontiert. Auslöser war die Spendenaktion, mit der Freunde die Hinterbliebenen bei den Kosten für seine Beerdigung unterstützen wollten. Sohn Maxwell Richter spricht nun über den Hass und erklärt, wie es finanziell wirklich aussah.

Ralf Richter starb am 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren. Kurz darauf wurde die GoFundMe-Aktion gestartet. Innerhalb weniger Tage kamen rund 20.000 Euro zusammen. Viele Fans zeigten Anteilnahme und wollten helfen. Gleichzeitig schlug der Familie eine Welle der Empörung entgegen. Mehr als 20 erboste Mails gingen laut Kölner Stadt-Anzeiger allein bei der Agentur von Maxwell Richters Manager Kais Setti ein.

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Hass und viele Fragen: „Wo ist das ganze Geld hin?“

Die Vorwürfe hatten es in sich. Ein Absender kritisierte, Millionen andere Familien müssten ebenfalls hohe Beerdigungskosten stemmen und würden dafür rechtzeitig vorsorgen. In einer weiteren Nachricht wurde Maxwell Richter fehlender Anstand vorgeworfen und behauptet, er wolle den Tod seines Vaters zu Geld machen. Andere unterstellten Schauspielern ein Leben fernab der Realität und fragten angesichts der Spendenaktion: „Wo ist das ganze Geld hin?“

Auch der vermeintliche Luxus der Familie wurde gegen Maxwell verwendet. Ein Kritiker fand, die Familie könne schließlich Ralf Richters bekannten goldenen Mercedes verkaufen. Genau dieser Vorwurf stößt Manager Kais Setti besonders sauer auf. Denn hinter dem Auto steckt eine ganz andere Geschichte.

Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding, BANG BOOM BANG D 1999, Regie: Peter Thorwarth, RALF RICHTER, OLIVER KORITTKE, Key: Waffe, Revolver, Zielen, Lufthansa-Schalter,  UnitedArchives00020357
Mit dem „Film Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding” (1999) wurde Ralf Richter (l.) bekannter.
imago images/United Archives

Ralf Richter hatte den goldenen Mercedes 560 SEC tatsächlich einmal besessen. Laut Maxwell bekam sein Vater den Wagen im Zusammenhang mit einer Autosendung als Gage. Lange blieb das Auto allerdings nicht in dessen Besitz. Richter verkaufte es an einen Bekannten, konnte den Mercedes später aber noch für Videodrehs nutzen. In der öffentlichen Wahrnehmung blieb der Wagen trotzdem mit dem Schauspieler verbunden.

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Maxwell Richter erklärt sich nach den Hassnachrichten

Maxwell selbst bezeichnet sich als „vergleichsweise privilegiert“, weil er von einer Agentur vertreten wird. Trotzdem sei die Schauspielerei für ihn ein ständiger Kampf. Vor allem die kurzen Beschäftigungszeiten seien ein Problem. „Das heißt, ich bin immer nur für ein paar Drehtage angestellt und zahle in die Rentenkasse ein. Daraus ergeben sich gewaltige Lücken.“

Setti verweist zudem darauf, dass von solchen Engagements Beiträge für Renten-, Sozial- und Pflegeversicherung abgehen. Eine prominente Rolle oder ein großer Filmname im Lebenslauf sagt daher wenig darüber aus, wie viel Geld am Ende tatsächlich übrig bleibt. Ein paar bekannte Filmrollen bedeuteten eben nicht automatisch, dass jemand dauerhaft viel Geld auf dem Konto habe.

Maxwell versucht deshalb, sich breiter aufzustellen. Er moderiert, liest Hörspiele ein und arbeitet auch für kommerzielle Filmproduktionen. Damit komme er einigermaßen über die Runden. Gleichzeitig macht er mit Blick auf seinen Vater unmissverständlich klar, dass Ralf Richter am Ende seines Lebens keine finanziellen Reserven mehr hatte.

Verwendete Quellen: Kölner Stadt-Anzeiger, GoFundMe