Mutter filmt ErziehungsmethodeAls Strafe! Sohn muss seine Playstation 5 unter Tränen zerstören

Ist das noch eine gerechte Strafe für ein Kind?
Wer nicht hören will, muss fühlen: Ja, dieses Sprichwort kennen wir alle. Doch eine Mutter aus Houston im US-Bundesstaat Texas nimmt das bei der Erziehung ihres Sohnes sehr wörtlich. Das Video ihrer Bestrafung geht viral – und offenbart auch die heftigen Hintergründe der Aktion.
„Dieser Mistkerl bekommt alles, was er will ...”
Zu dem Video, das die Mutter am vergangenen Montag (27. April) auf ihrem Profil mit dem Namen „SunShine Burton” bei Facebook hochgeladen hat, schreibt sie: „Dieser Mistkerl bekommt alles, was er will, und hat es sich in den Kopf gesetzt, meine vier Monate alte orangefarbene Tabbykatze wiederholt zu quälen und zu misshandeln.” Der Grund für die ungewöhnliche Bestrafung also: Tierquälerei!
Und so muss der Junge dann tätig werden: Unter Tränen schmeißt er seine Playstation 5, seine geliebte Spielekonsole, immer wieder auf den harten Terrassenboden hinter dem Haus. Teile springen in alle Richtungen, doch das hält die Mutter nicht auf. Sie sagt wiederholt: „Mach es erneut!” Das Weinen ihres Sohnes ist im Hintergrund klar zu hören.
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Nicht nur die Playstation selbst muss dran glauben; auch die dazugehörigen Controller und andere Spielsachen wie ein Basketballkorb werden an diesem Tag zerstört. Die Mutter dazu: „Ich kann alles ersetzen, was in diesen Videos kaputtgegangen ist. Ich werde alles zerstören, was er an Unterhaltung liebt, und ihn in seinem Zimmer schlafen lassen, mit nichts als seinem Bett und seinem Schreibtisch, bevor ich jemals zulasse, dass er zu einer weiteren Statistik wird.”
Katze kann zwischendurch nicht laufen und will nicht fressen
Damit dürfte sie die Kriminalitätsstatistik meinen. In den USA gilt Tierquälerei nämlich seit 2019 als schweres Verbrechen und wird hart bestraft. Hintergrund ist ein neues Gesetz, das US-Präsident Donald Trump unterzeichnete. Tierquäler drohen seitdem bis zu sieben Jahre Haft.
Was genau ihr Sohn mit der Familienkatze gemacht hat, erwähnt die Mutter ebenfalls. Er soll sie wiederholt vom Boden aufgehoben und dann wieder nach unten geschleudert haben – so wie er es jetzt mit seinen Spielsachen tun muss. Für die Katze bleibt das nicht ohne Folgen: Sie könne nicht mehr laufen und wolle nicht mehr fressen, heißt es zunächst. Ein paar Tage später die Entwarnung: Der Kater Garfield hinkt noch leicht, aber es geht ihm besser.
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Viel Zuspruch für Erziehungsmethode bei Facebook
In den Facebook-Kommentaren bekommt die Mama für ihre Erziehungsmethode viel Zuspruch. Ein User schreibt: „Ich liebe diese Art der Erziehung, ehrlich gesagt, und es war nur logisch, dass er es kaputt gemacht hat. Die Logik dahinter ist wunderbar.” Eine weitere meint: „Respekt. Ich hätte es selbst nicht besser machen können … Ich liebe deine Art zu erziehen.”
Experten dürften da ganz anderer Meinung sein. Ihr Tenor: Strafen sind oft demütigend und verstörend für das Kind und auch unwirksam. Was in dem Fall aus Houston zudem auffällt: Der Junge leidet sehr darunter, dass er gezwungen wird, sein geliebtes Spielzeug zu zerstören. Und das geht laut Erziehungsratgebern gar nicht! Demnach führen seelische oder körperliche Verletzungen, die das Kind erleidet, langfristig zu mehr Aggression und Trotz. Und zu einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angst, Verhaltensstörungen und beeinträchtigter Intelligenz.
Verwendete Quellen: Facebook/SunShine Burton, WELT, Die Zeit



