Nordkorea sei „nicht bedrohlich“Wegen Kim Jong-un! Trump will Militärübungen mit Südkorea zurückfahren

Nordkorea und Südkorea befinden sich seit 1953 formal im Kriegszustand, da der Koreakrieg nur mit einem Waffenstillstand endete. Doch US-Präsident Trump stuft Nordkorea derzeit als „nicht bedrohlich“ ein und betont seine „sehr gute Beziehung“ zu Kim Jong Un.
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit dem langjährigen Verbündeten Südkorea „wesentlich“ zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien „nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)“, schrieb Trump mit einem Ausrufezeichen bei Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das „total unangemessen und feindlich“ gegenüber Nordkorea sei.
Der US-Präsident betonte, während seiner Präsidentschaft habe sich Nordkorea „nicht bedrohlich und respektvoll“ verhalten. Angesichts seiner „sehr guten Beziehung“ zu Nordkoreas Diktator Kim Jong Un sei er „nicht glücklich über die Tatsache, dass die USA vor langer Zeit eingewilligt haben, sich an gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu beteiligen“. Trump erklärte, dass er US-Verteidigungsminister Pete Hegseth daher angewiesen habe, die Militärübungen mit Südkorea „wesentlich zu reduzieren“.
Die USA waren bisher einer der wichtigsten Verbündeten Südkoreas. Dort sind rund 28.500 US-Soldaten stationiert. In der kommenden Woche beginnt dort die elftägige gemeinsame Militärübung „Ulchi Freedom Shield“, die offiziell der Vorbereitung eines möglichen Angriffs Nordkoreas dienen soll. Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand.
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung bemüht sich seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr um eine Annäherung an den nördlichen Nachbarn und bot Pjöngjang erneut Verhandlungen über einen Friedensvertrag an. Nordkorea äußerte sich dazu bisher nicht.
Südkorea hält an Übungen mit USA fest
Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte, die Militärübungen mit den USA würden wie geplant stattfinden. „Wir werden wie zuvor angekündigt und geplant verfahren“, sagte ein Ministeriumssprecher nach Trumps Ankündigung. Nordkorea hatte die Übungen zuvor als Generalprobe für eine Invasion verurteilt.
US-Präsident Trump war 2019 daran gescheitert, mit Nordkoreas Diktator Kim über eine Zerstörung der nordkoreanischen Atomwaffen zu verhandeln - im Gegenzug für Lockerungen der strengen US-Sanktionen. Nordkorea ist zudem enger an Russland herangerückt. Beobachtern zufolge unterstützt das Land Moskau in seinem Krieg gegen die Ukraine mit Truppen und Munition.
Verwendete Quellen: bho/AFP


