Schock in den Tiroler AlpenLawine erfasst deutschen Touristen – Skilehrerin wird zur Heldin

Lawinen werden oft nur durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst. (Symbolbild)
Ein deutscher Urlauber wurde in Tirol aus einer Lawine gerettet (Symbolbild).
Maxime Schmid/KEYSTONE/dpa

ER hat einen riesengroßen Schutzengel!
Ein Mann (28) aus Nordrhein-Westfalen will am Mittwoch (2. April) bloß alleine mit seinen Tourenskiern in Sölden unterwegs sein – doch dann überrascht ihn eine Lawine. Auf 2.700 Metern Höhe in den Tiroler Alpen beginnt ein Überlebenskampf. Dank eines Zufalls und viel Glück, wird er noch rechtzeitig aus dem tödlichen Schnee ausgegraben.

Lawine in Tirol: Deutscher Tourist 80 Meter mitgerissen

Genauer Ort des Dramas: das Skigebiet Giggijoch. Der 28-Jährige startet am Vormittag gegen 10.50 Uhr in Richtung Roßkirpl, wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilt. An einem über 40 Grad steilen Hang passiert dann das Unglück: Der Skitourist löst eine circa 50 Meter breite und 100 Meter lange Lawine aus – mit schlimmen Folgen.

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Die Polizei dazu: „Der Tourengeher wurde vom Schneebrett erfasst und circa 80 Meter mitgerissen.” Der Mann wird von der eiskalten Masse verschüttet, bleibt aber recht nahe an der Oberfläche. Vermutlich aufgrund des ausgelösten Rucksackairbags, wie es von der Polizei heißt.

Eine unbeteiligte Skilehrerin sieht alles mit an und alarmiert sofort den Rettungsdienst. Zwei Pistenretter der Bergbahnen Sölden graben den Verunglückten letztlich aus und bergen ihn mittels eines Taus. Das Opfer wird anschließend mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus gebracht. Dort erholt er sich nun von den Strapazen.

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Elf Lawinen-Todesopfer pro Jahr in den Tiroler Alpen

In den Tiroler Alpen sind solche Unglücke keine Seltenheit! Erst Anfang Februar wird zum Beispiel ein deutscher Skifahrer (30) von einer mitgerissen und stirbt später im Krankenhaus – sein Freund muss alles mitansehen. Das Bundesministerium für Umweltschutz registriert in Österreich circa 5.800 Lawinen pro Jahr. Tirol gilt neben anderen Bundesländern als besonders gefährdet. Acht Menschen verlieren alleine in der Wintersaison 2023/24 in Tirol bei Lawinenunfällen ihr Leben. Im Durchschnitt sind es elf Opfer pro Wintersaison. (nlu)