Außergewöhnlicher Einsatz für die FeuerwehrWegen 10 Cent! Siebenjährige muss samt Gullydeckel abtransportiert werden

In so einem Gullydeckel hatte sich das Mädchen verfangen. (Symbolbild)
In solch einem Gullydeckel hatte sich das Mädchen verfangen. (Symbolbild)
picture alliance / StefanS/Shotshop | StefanS

Diese 10 Cent wird die kleine Kirmesbesucherin wohl so schnell nicht vergessen!
In Swisttal (NRW) fällt einem siebenjährigen Mädchen eine Münze in einen Gully. Beim Versuch, sie wieder herauszufischen, bleibt ihre Hand stecken – und plötzlich hängt das Kind so fest, dass selbst Frittierfett nicht mehr hilft. Am Ende muss die Feuerwehr zu einer ziemlich ungewöhnlichen Rettungsaktion anrücken.

Für 10 Cent greift die Siebenjährige in den Gully

Karussells, Fahrgeschäfte, Imbissbuden – eigentlich soll es für eine Siebenjährige am Samstagabend (26. September) ein schöner Besuch auf der Kirmes im Swisttaler Ortsteil Buschhoven werden. Doch dann kullert ihr ausgerechnet vor einem Imbissstand ein 10-Cent-Stück in einen Gully. Die Kleine will ihre Münze zurück und greift durch eine Öffnung im Gullydeckel. Das Problem: Die Hand lässt sich anschließend nicht mehr herausziehen. Das Mädchen steckt fest.

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Wie der WDR berichtet, habe zunächst ein Mitarbeiter des Imbissstands versucht, die Hand mit Frittierfett wieder aus der Öffnung zu bekommen. Doch auch der ungewöhnliche Trick hilft nicht. Gegen 21.20 Uhr wird schließlich die Feuerwehr alarmiert, auch der Rettungsdienst rückt an.

„Das war wirklich ein ganz außergewöhnlicher Einsatz, so etwas haben wir in der Gemeinde seit Jahren nicht gehabt“, sagt Feuerwehrsprecher Karsten Windolph im WDR.

Feuerwehr nimmt Mädchen samt Gullydeckel einfach mit

Doch wie befreit man ein Kind, dessen Hand mitten auf einer vollen Kirmes in einem schweren Metallgitter feststeckt? Die Feuerwehr entscheidet sich für eine ungewöhnliche Lösung: Statt die Siebenjährige vor den Augen der vielen Kirmesbesucher direkt vor Ort aus ihrer misslichen Lage zu befreien, nehmen die Einsatzkräfte sie kurzerhand mit – samt Gullydeckel.

„Wir haben sie aus dem Trubel des Kirmesgeländes herausgenommen, um sie vor neugierigen Blicken zu schützen und in Ruhe versorgen zu können“, erklärt Windolph dem WDR weiter. Im Feuerwehrgerätehaus seien die Einsatzkräfte dem Metall schließlich mit technischem Gerät zu Leibe gerückt. Ganz vorsichtig durchtrennen sie den Gullydeckel Stück für Stück, damit sich das Kind nicht erschreckt oder verletzt.

Und die Siebenjährige? Die macht die ganze Aktion erstaunlich cool mit. Sie sei während der Rettung „sehr ruhig“ geblieben und jederzeit ansprechbar gewesen, heißt es in dem Bericht.

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Nach einer Stunde ist das Mädchen endlich wieder frei

Rund eine Stunde habe der ungewöhnliche Einsatz gedauert – dann war es geschafft: Die Hand ist aus dem Gullydeckel befreit. Das Mädchen habe sich während der ganzen Aktion nicht verletzt. Wie die Polizei Bonn dem WDR bestätigt, haben man die Siebenjährige wieder wohlbehalten an ihre Eltern übergeben können.

Doch da fehlt doch noch etwas! Schließlich hat die ganze Aufregung mit einer kleinen Münze angefangen. Und tatsächlich bekommt die Siebenjährige am Ende auch ihre 10 Cent zurück. Ein Feuerwehrmann habe ihr das Geldstück am Ende überreicht.

Damit endet ein Kirmesabend, den die Familie wohl nicht so schnell vergessen dürfte, doch noch mit einem Happy End: Kind gerettet, Hand unverletzt – und selbst die 10 Cent sind wieder da.

Verwendete Quelle: WDR