Trauernde Mutter bekommt Sterbehilfe in der SchweizWendy Duffys Wunsch ist in Erfüllung gegangen – 58-Jährige ist tot

Grabkerze neben Stofftier mit einem Kreuz im Hintergrund.
Wendy Duffy wollte nach dem Tod ihres Sohnes nicht weiterleben und flog in die Schweiz, um zu sterben.
imago images/photothek

Es lief alles so, wie sie es wollte.
Wendy Duffy ist gestorben. Die 58-Jährige aus England hat am Freitag (24. April) in der Schweiz Sterbehilfe bekommen. Körperlich war sie topfit, sie beantragte die Behandlung aber, weil sie nach dem Tod ihres einzigens Sohns den Lebenswillen verlor, wie sie in einem Interview mit der Daily Mail erklärte.

Sterbehilfe-Verfahren lief reibungslos ab

„Ich kann bestätigen, dass Wendy Duffy, auf eigenen Wunsch, am 24. April Sterbehilfe bekommen hat und dass das Verfahren ohne Zwischenfälle und komplett nach ihren Wünschen abgelaufen ist“, sagte Ruedi Habegger, der Gründer der Sterbehilfeklinik, der britischen Zeitung.

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Seit dem Tod ihres Sohns vor vier Jahren hatte Wendy vor, ihr Leben zu beenden. Ein Suzidversuch scheiterte, darum beantragte sie schließlich Sterbehilfe in der Schweiz. Sie konnte nachweisen, dass sie seit langer Zeit an unheilbaren Symptomen litt und mental in der Lage war, über ihren Tod zu entscheiden.

Wendy Duffy möchte keine Beerdigung

Ihre Familie informierte sie über ihre Pläne. Nur den genauen Zeitpunkt konnte sie ihren Geschwistern nicht sagen. Sie musste auch allein in die Schweiz fliegen, um in der Sterbehilfeklinik das tödliche Mittel zu nehmen. In Großbritannien hätte ihren Geschwistern sonst ein Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zum Suizid gedroht, wenn jemand sie auch nur zum Flughafen gebracht hätte.

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In den Monaten vor ihrem Sterbehilfe-Termin regelte Wendy all ihre Angelegenheiten, verkaufte ihre Sachen, schrieb Abschiedsbriefe und regelte, was nach ihrem Tod mit ihr passieren soll: Die 58-Jährige wird jetzt verbrannt. Ihre Asche soll an einer Parkbank in ihrer Heimat verstreut werden – zusammen mit der ihres Sohns.

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Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Verdendete Quellen: Daily Mail