Millionenschaden und StromausfallZwei brennende Ställe in einem Ort – Feuerwehrleute verletzt, Kühe tot

Dichter Rauch steigt über mehreren Reihenhäusern in der Pearl-S.-Buck-Straße in Göppingen auf. Vier Gebäude stehen am Dienstagmorgen in Vollbrand. Nach ersten Informationen konnten sich alle Bewohner ins Freie retten.
Die rund 200 Feuerwehrleute mussten gleich zwei Brände löschen.
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In Ottershofen in Baden-Württemberg wird die Feuerwehr zu einem Brand auf einem Bauernhof gerufen. Die Löscharbeiten dauern noch an, da bricht auch in einem Kuhstall 100 Meter weiter ein Feuer aus. Viele Tiere verenden.

Beim Brand zweier benachbarter Ställe in Ottershofen im südlichen Baden-Württemberg ist ein Millionenschaden entstanden. Mehrere Feuerwehrleute wurden verletzt. Beide Ställe standen kurz hintereinander in Flammen, in einem kamen 22 Kühe ums Leben, wie die Polizei mitteilte. In dem Ort kam es zu einem kompletten Stromausfall, die Bewohner wurden vorsorglich evakuiert und vom Rettungsdienst betreut.

Mehrere Feuerwehrleute erlitten beim Löschen eines Brandes ein Knalltrauma - wegen Explosionen in dem Brandobjekt. Zudem wurden Feuerwehrfahrzeuge beschädigt. Möglicher Grund für die Explosionen: In einem der Ställe standen bisherigen Erkenntnissen zufolge zwei Autos, wie ein Polizeisprecher sagte.

Funkenflug von Stall zu Stall?

Die Einsatzkräfte waren am Mittwochabend alarmiert worden, weil Flammen aus dem Stallgebäude in Ottershofen bei Grünkraut (Landkreis Ravensburg) schlugen. Die Freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Gemeinden rückten mit über 200 Wehrleuten an, um das Feuer zu bekämpfen. Sie konnten verhindern, dass die Flammen auf benachbarte Wohngebäude übergriffen.

45 Minuten nach dem Alarm wurde in 100 Metern Entfernung ein weiteres brennendes Stallgebäude gemeldet - hier hatte das Feuer noch verheerendere Folgen. Während sich im ersten Brandobjekt keine Tiere befunden hatten, starben in diesem Stall zahlreiche Kühe, wie es hieß. Acht Tiere konnten gerettet werden.

Landwirte unterstützten die Feuerwehr, indem sie mit Güllefässern Löschwasser zu den Stallgebäuden brachten. Die Löschmaßnahmen sollten voraussichtlich bis in die Morgenstunden andauern, hieß es. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei schließt nicht aus, dass Funkenflug für die Entzündung des zweiten Gebäudes verantwortlich war.

Verwendete Quellen: ino/dpa