Hier am Okanagan See, in der kanadischen Provinz British Columbia, wuchsen bis vor ein paar Stunden noch Weinreben und Obstbäume. Doch die Flammen verbrennen gerade alles in einem Rekordtempo. Das Feuer breitete sich innerhalb von zwei oder drei Stunden von 50 Hektar auf 400, dann auf 1.000 und schließlich auf 5.000 aus. Und was einst 15 Kilometer entfernt war, ist jetzt direkt hier am Hügel.
„Ich weiß nicht, ob mein Haus noch steht oder schon weg ist, aber das Feuer kam so schnell und heftig."
Starker Wind hatte das Feuer nahe Samalend angefacht. Behörden haben Evakuierungen angeordnet. 20.000 Menschen mussten ihre Häuser bereits verlassen. Einige wurden von den Flammen umschlossen und mussten aus der Luft gerettet werden. Für die Provinz British Columbia gilt der Notstand.
„Wir befinden uns in der Region Summerland in einer angespannten und sehr beunruhigenden Lage. Es ist sehr schwierig, evakuiert zu werden und nicht zu wissen, wann man zurückkehren kann. Die Löscharbeiten für die insgesamt 1.500 Feuerwehrleute gestalten sich zudem sehr schwierig."
Der Einsatzleiter sagte, es sei, als wäre in der Region eine Bombe explodiert. Brände der Kategorien fünf und sechs. Das bedeutet, dass das Feuer über die Baumkronen hinwegfegt. In der Provinz British Columbia gibt es derzeit 105 Waldbrände, darunter fünf besonders schwere wie der bei Summerland. Laut Forschern habe der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada in diesem Jahr etwa verdoppelt.
Verwendete Quellen: Reuters, APTN