Rätselhafter Feuerwehr-EinsatzKI warnt vor Kohlenmonoxid – fünf Menschen in Solingen gerettet

Feuerwehreinsatz
Ein Feuerwehreinsatz in Solingen endet mit einer rätselhaften Entdeckung. (Symbolbild)
Jan Woitas/dpa

Plötzlich wird mehreren Menschen schwindelig.
Aus Verzweiflung befragen die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Solingen (Nordrhein-Westfalen) eine Künstliche Intelligenz nach ihren Symptomen. Der Verdacht der KI: Kohlenmonoxid-Vergiftung! Wenig später bestätigt sich, dass sich im Blut der Betroffenen tatsächlich das gefährliche Gas befindet. Doch ein Detail bleibt bei diesem Einsatz rätselhaft.

KI schlägt Alarm – Bewohner wählen den Notruf

In der Nacht zum Montag (3. August) werden Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem Mehrfamilienhaus an der Neuenkamper Straße in Solingen gerufen. Mehrere Bewohner fühlen sich plötzlich unwohl und berichten von Schwindel und Kopfschmerzen.

Lese-Tipp: ChatGPT rettet Mutter gleich zweimal das Leben!

Bevor sie den Notruf wählen, fragen sie eine Künstliche Intelligenz nach den möglichen Ursachen ihrer Beschwerden. Die KI äußert den Verdacht auf eine Vergiftung mit Kohlenmonoxid (CO) – einem geruch-, farb- und geschmacklosen Gas, das bei unvollständigen Verbrennungsprozessen entsteht und lebensgefährlich sein kann. Daraufhin alarmieren die Bewohner die Feuerwehr.

Bluttest schlägt plötzlich an

Vor Ort durchsuchen Feuerwehr und Stadtwerke das Gebäude mit Messgeräten. Doch in der betroffenen Wohnung lässt sich zunächst kein Kohlenmonoxid nachweisen. Doch dann macht ein Notarzt eine alarmierende Entdeckung. Bei einem Bewohner wird ein erhöhter CO-Wert im Blut festgestellt. Die Feuerwehr räumt daraufhin vorsorglich das gesamte Haus. Auch die übrigen Bewohner werden untersucht – bei allen werden geringe Mengen Kohlenmonoxid im Blut nachgewiesen. „Doch noch immer konnte im gesamten Gebäude kein Kohlenmonoxid nachgewiesen werden“, teilt die Feuerwehr Solingen mit.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Woher das Kohlenmonoxid kommt, bleibt ein Rätsel

Um Messfehler auszuschließen, setzen die Einsatzkräfte gleich drei verschiedene Messgeräte ein. Trotzdem bleibt das Ergebnis unverändert: Im Gebäude selbst findet sich kein Kohlenmonoxid. Aus Sicherheitsgründen schalten die Stadtwerke die Gasanlage des Hauses vorsorglich ab. Außerdem wird der zuständige Bezirksschornsteinfeger informiert, der die Anlage überprüfen soll. Eine Bewohnerin darf später in ihre Wohnung zurückkehren, vier weitere kommen zur Abklärung in die Notaufnahme.

Warum sich bei mehreren Bewohnern Kohlenmonoxid im Blut nachweisen lässt, obwohl im Haus selbst keine erhöhten Werte gemessen werden, ist bislang völlig unklar. Die Ursache der möglichen Vergiftung muss nun untersucht werden. (nha)

Verwendete Quellen: dpa, Feuerwehr Solingen