Sexuelle Belästigung in der Schweiz„Sperma an meiner Hose!“ Studentin (21) erlebt Bus-Horror

Als der Mann erneut auftaucht, greifen drei Studenten ein.
Einfach nur zur Uni fahren! Für zwei Studentinnen in der Schweiz wird der alltägliche Weg zu einem verstörenden Erlebnis. Ein Mann soll sie in einem voll besetzten Bus sexuell belästigt haben. Als er erneut auftaucht, greift eine der jungen Frauen beherzt ein. Gemeinsam mit anderen Fahrgästen hält sie den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Studentin entdeckt nach Busfahrt Sperma auf ihrer Hose
Was für ein widerliches Erlebnis! Eine 21-jährige Studentin war wie so oft mit der Buslinie 9 im schweizerischen St. Gallen auf dem Weg zur Universität. Es war etwa acht Uhr morgens, der Bus voll besetzt. Ein Mann stand dicht neben ihr. Zunächst dachte sich die junge Frau nichts dabei. Doch als sie ausstieg, machte sie eine erschreckende Entdeckung.
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„Beim Aussteigen habe ich Sperma an meiner Hose bemerkt“, erzählt sie dem Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten. Erst da sei ihr klar geworden, dass der Mann neben ihr offenbar masturbiert hatte.
Während der Fahrt hatte sie nichts Verdächtiges bemerkt. Der Mann habe sich unauffällig verhalten. Wegen des Gedränges sei die körperliche Nähe zunächst nicht ungewöhnlich erschienen. Doch die 21-Jährige ist offenbar nicht die Einzige, die eine solche Erfahrung machen musste.
19-Jährige hält mutmaßlichen Täter am Rucksack fest
Auch zwei Freundinnen berichten laut 20 Minuten von ähnlichen Vorfällen in derselben Buslinie. Eine von ihnen habe den Mann bereits eine Woche zuvor bei der Polizei angezeigt. Am Montag (12. Oktober) begegnete eine andere Studentin (19) dem mutmaßlichen Täter. Sie saß bereits im Bus, als er am Bahnhof einstieg und sich dicht neben sie stellte.
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„Zuerst dachte ich mir nichts dabei, als er sich nahe zu mir stellte“, erzählt die junge Frau. Doch dann sei der Mann ihr immer näher gekommen. Schließlich habe sein Bauch ihre Beine berührt. „Die Situation war mir extrem unangenehm.“
Die 19-Jährige reagierte entschlossen und packte den Mann beim Aussteigen am Rucksack. Drei weitere Studenten kamen ihr zu Hilfe. Gemeinsam hinderten sie ihn daran, sich zu entfernen, bis die Polizei eintraf.
Hier findet ihr Hilfe bei sexueller Gewalt
Sexuelle Gewalt ist ein ernstzunehmendes Thema! Solltet ihr auch betroffen sein, findet ihr Hilfe unter der kostenlosen Hotline 08000 – 116 016 oder unter www.hilfetelefon.de.
Studentinnen fühlen sich von Polizei nicht ernst genommen
Die beiden jungen Frauen sind allerdings enttäuscht darüber, wie aus ihrer Sicht mit ihren Schilderungen umgegangen wurde. Sie hätten nicht das Gefühl gehabt, ausreichend ernst genommen zu werden. Demnach sei ihnen gesagt worden, der Mann werde vermutlich lediglich eine Geldbuße erhalten. „In Zukunft sollten solche Vorfälle verhindert werden können“, fordert die 19-Jährige.
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Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass es am Montag einen Einsatz auf der betroffenen Buslinie gegeben hat. Die Ermittlungen dauern an. Ob und welche strafrechtlichen Konsequenzen dem Mann drohen, entscheidet die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Ermittlungen.
Verwendete Quellen: 20 Minuten


