Wie eine Ware angeboten!Schwede verkauft seine Frau an mehr als hundert Männer - jetzt muss er ins Gefängnis

Ein Fall, der selbst erfahrene Ermittler fassungslos macht!
In Nordschweden hat ein Mann seine eigene Frau an mehr als hundert Sexkäufer verkauft, sie gedemütigt und unter Druck gesetzt. Jetzt ist das Urteil gefallen – doch für die Opferanwältin ist die Strafe viel zu milde.
Schweden: Ehemann verkauft Ehefrau an über 100 Sexkäufer – Urteil wegen schwerer Zuhälterei gefallen
Was in einem abgelegenen Hof im Norden Schwedens passiert, klingt wie ein Albtraum: Ein Mann in seinen Sechzigern vermittelt laut Gericht über Jahre hinweg Sexkontakte zu seiner eigenen Ehefrau – mehr als hundert Männer haben sie nachweislich gegen Bezahlung besucht.
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Im Netz gibt sich Tomas R. als liebevoller Ehemann, postet gemeinsame Fotos und nennt seine Frau „sein Leben“. Vor Gericht zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab: Über Jahre hat Tomas R. seine eigene Frau an Männer zum Sex verkauft und sich daran bereichert. Zwischen August 2022 und Oktober 2025 hat er mehr als 120 Männer an seine Ehefrau vermittelt. Laut Anklage verdiente er damit mehr als 500.000 schwedische Kronen (46.000 Euro).

Die Frau selbst bringt den Fall ins Rollen: Sie zeigt ihren Mann bei der Polizei an. Laut Staatsanwaltschaft stand sie bei manchen Treffen so stark unter Alkohol und Drogen, dass sie sich später kaum noch an Einzelheiten erinnern kann. Staatsanwältin Ida Annerstedt sagt zu den Ermittlungen: „Es wurden bereits mehrere Gespräche mit der Klägerin, dem Inhaftierten, weiteren Zeugen und mutmaßlichen Freiern geführt. Wir verfügen außerdem über umfangreiches schriftliches Material, darunter Telefonaufzeichnungen.“
Sexuelle Ausbeutung mit System
Die Staatsanwaltschaft warf dem 61-Jährigen vor, die sexuellen Kontakte organisiert, Online-Anzeigen geschaltet und von den Einnahmen gelebt zu haben. Das Gericht sieht es nun als erwiesen an, dass er seine Frau dazu beeinflusst und veranlasst hat, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, diese online zu übertragen, weitere Sexkäufer zu empfangen und sogar Nachbarn und Kunden für Sex mit ihr zu gewinnen. In vielen Fällen sei das durch „langwieriges Nörgeln“ sowie eine unangenehme und herablassende Sprache geschehen, sagt der vorsitzende Richter Johan Ahlberg.
Ganz anders stellt es die Verteidigung dar. Anwältin Martina Michaelsdotter Olsson sagte zum Prozessauftakt sinngemäß, die Frau habe das „von sich aus gemacht“, ihr Mandant habe ihr nur „ein bisschen geholfen“ – nach ihren Anweisungen. Auch im Verfahren selbst bestreitet der Mann fast alle Vorwürfe und behauptet, alles sei einvernehmlich geschehen.

Jetzt ist das Urteil gefallen: Das Gericht verurteilt den Mann wegen schwerer Zuhälterei, versuchter Vergewaltigung, zweifacher Körperverletzung, sechs Fällen illegaler Drohungen sowie Dopingdelikten und geringfügiger Straftaten zu vier Jahren und fünf Monaten Haft. Zudem muss er seiner Frau 200.000 schwedische Kronen (18.300 Euro) Schadensersatz zahlen.

Einen Punkt betont der Richter allerdings ausdrücklich: Man habe nicht sicher feststellen können, dass die Teilnahme der Frau in allen Fällen unfreiwillig gewesen sei – auch weil sie selbst viele konkrete Ereignisse nicht habe schildern können.
Der Fall erinnert viele in Schweden an die Verbrechen gegen Gisèle Pelicot in Frankreich. Auch dort hatte ein Ehemann seine Frau über Jahre hinweg betäubt und anderen Männern ausgeliefert.
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Für die Anwältin des Opfers ist das nicht genug. Ihre Vertreterin Silvia Ingolfsdottir kritisiert, die Strafe sei „zu mild“ und der zugesprochene Schadensersatz zu niedrig. Sie kündigt an, mit der Frau über eine Berufung zu sprechen – aus ihrer Sicht spiegelt das Urteil nicht wider, wie tief die Übergriffe und Demütigungen die Betroffene geprägt haben.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, expressen.se, sverigesradio.se


