Russland reagiert auf deutsche Maßnahmen„Direkter Schlag“ gegen Deutschland? Medwedew droht deutschen Rüstungsbetrieben
Der Ton zwischen Deutschland und Russland wird immer schärfer.
Hintergrund der jüngsten Spannungen ist unter anderem ein mutmaßlicher Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle. Die Bundesregierung sieht Hinweise auf eine mögliche russische Beteiligung und reagiert mit neuen Maßnahmen gegen Moskau. Russland weist die Vorwürfe zurück. Nun verschärft Dmitrij Medwedew, früherer russischer Präsident und heutiger Vizechef des Sicherheitsrates, den Ton weiter und bringt sogar Angriffe auf deutsche Rüstungsbetriebe ins Spiel.
Wadephul bekommt Rückendeckung aus Europa
Deutschland verschärft sein Vorgehen gegen Russland. Außenminister Johann Wadephul zeigt sich beim Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen zufrieden mit der Unterstützung .„Mich beeindruckt die starke europäische Unterstützung für das, was wir getan haben“, sagt Wadephul. Russland habe eskaliert und müsse nun „mit diesen Konsequenzen leben“.
Lese-Tipp: Putin nennt Berlins Sanktionen „schweren Fehler”
Zu den Maßnahmen zählen unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und das Vorgehen gegen das Russische Haus in Berlin.

Medwedew droht mit „direktem Schlag“
Aus Moskau folgen scharfe Reaktionen. Dmitrij Medwedew, Vizechef des russischen Sicherheitsrates, spricht von einem „direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik“. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten.
Auch Wladimir Putin kritisiert die deutschen Maßnahmen und weist die Vorwürfe aus Berlin zurück. Ein Experte ordnet die Drohung gegenüber RTL deutlich ein: Ein russischer Raketenangriff auf deutsche Fabriken würde einen Konflikt mit der NATO bedeuten. Dieses Risiko wolle Moskau seiner Einschätzung nach nicht eingehen.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche


