Bittere Zahlen für den KanzlerRTL-Trendbarometer: Mehrheit der Deutschen will Merz-Rücktritt

DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 21.09.2026 Friedrich Merz , Bundeskanzler und Vorsitzender der Partei CDU , waehrend der Pressekonferenz mit dem Spitzenkandidaten der Berliner CDU zum Wahlausgang bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und der Berliner Wahl zur Abgeordnetenhauswahl in der Parteizentrale der CDU im Konrad Adenauer Haus in Berlin Deutschland . Die CDU hat in Mecklenburg-Vorpommern erstmals die 5 Prozent Huerde verfehlt und auch in Berlin stark verloren en: Friedrich Merz , Federal Chancellor and Chairman of the CDU party , during a press conference with the lead candidate of the Berlin CDU regarding the results of the state elections in Mecklenburg-Western Pomerania and the Berlin House of Representatives election, held at the CDU party headquarters Konrad-Adenauer-Haus in Berlin Germany . The CDU failed to clear the 5 percent threshold in Mecklenburg-Western Pomerania for the first time and also suffered heavy losses in Berlin
RTL/ntv-Trendbarometer zeigt: Mehrheit fordert Merz-Rücktritt.
picture alliance / Ipon / Stefan Boness

Herr Merz, diese Zahlen sollten Ihnen zu denken geben!
Bei den jüngsten Landtagswahlen musste die CDU deutliche Verluste einstecken, bundesweit liegt die Union in Umfragen derzeit nur noch bei rund 20 Prozent. Und jetzt kommt es für den Kanzler noch dicker: Viele Deutsche sehen Friedrich Merz persönlich als ausschlaggebenden Grund für den Wählerschwund – die Mehrheit spricht sich sogar für seinen Rücktritt aus.

CDU kassiert bei den jüngsten Wahlen herbe Verluste

Die vergangenen Wochen dürften Friedrich Merz wenig Freude bereitet haben. Denn für die CDU gab es bei den jüngsten Wahlen gleich mehrere empfindliche Rückschläge: In Sachsen-Anhalt kommt die CDU bei der Landtagswahl am 6. September auf gerade einmal 17,2 Prozent. Vier Jahre zuvor waren es noch 37,1 Prozent gewesen – ein Minus von 19,9 Prozentpunkten.

Auch in Berlin geht es deutlich bergab: Bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September erreicht die CDU bei den Zweitstimmen 18,8 Prozent – ein Minus von 9,5 Prozentpunkten. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern erlebt die CDU bei der Landtagswahl am selben Tag einen heftigen Absturz: Von 13,3 Prozent bei der Wahl 2021 geht es laut dem vorläufigen Ergebnis der Landeswahlleitung auf nur noch 4,9 Prozent runter – ein Minus von 8,4 Prozentpunkten.

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Da drängt sich die Frage auf: Warum verliert die Union aus Sicht der Menschen so viele Wähler? Genau das hat forsa Wahlberechtigte für das aktuelle RTL/ntv-Trendbarometer gefragt – und die Antworten dürften dem Kanzler kaum gefallen.

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Viele Deutsche sehen Merz selbst als Teil des Problems

Die Union hat auf Bundesebene in den vergangenen Jahren viele Wähler verloren und liegt in bundesweiten Umfragen derzeit nur noch bei rund 20 Prozent. Als häufigsten Grund (81 Prozent) gaben die Befragten an, die Union kümmere sich zu wenig um die Alltagssorgen der Bürger.

Doch direkt dahinter fällt der Name unseres Bundeskanzlers: 66 Prozent der Befragten sehen Friedrich Merz persönlich als einen möglichen Grund für den Wählerschwund der Union. Fast genauso viele (64 Prozent) nennen das gebrochene Wahlversprechen, keine neuen Schulden aufzunehmen.

Besonders bitter für Merz ist der Blick auf diejenigen, die seiner Partei bereits den Rücken gekehrt haben. Von den Menschen, die bei der Bundestagswahl 2025 noch CDU oder CSU gewählt haben, die Union heute aber nicht mehr wählen wollen, nennen 65 Prozent Merz als einen Grund für die Verluste. Noch häufiger werden die Vernachlässigung der Alltagssorgen mit 86 Prozent und das gebrochene Schuldenversprechen mit 68 Prozent genannt.

Daneben gibt es weitere Kritikpunkte: 57 Prozent sehen eine aus ihrer Sicht sozial nicht ausgewogene Regierungspolitik als möglichen Grund für den Wählerschwund. 45 Prozent nennen eine Spätfolge der aus ihrer Sicht falschen Politik von Angela Merkel. 35 Prozent glauben, CDU und CSU gingen in der Regierung zu viele Kompromisse mit der SPD ein, 30 Prozent halten die Union für zu konservativ.

Für diese Erhebung befragte forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 15. bis 18. September 2026 insgesamt 2.001 Wahlberechtigte.

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Jetzt sagt eine Mehrheit sogar: Merz sollte gehen!

Und dann ist da noch eine Zahl, die den Kanzler unangenehm treffen dürfte. In einer weiteren aktuellen forsa-Befragung für das RTL/ntv-Trendbarometer wird den Menschen eine ganz direkte Frage gestellt: Sollte Friedrich Merz von seinem Amt als Bundeskanzler zurücktreten? 55 Prozent sagen: Ja. Nur 40 Prozent finden, dass Merz weiter im Amt bleiben sollte.

Im Osten Deutschlands ist der Wunsch nach einem Rücktritt mit 68 Prozent besonders ausgeprägt, im Westen sind 53 Prozent dafür. Für diese Erhebung befragte forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 17. bis 21. September insgesamt 1.509 Menschen.

Eure Meinung interessiert uns: Sollte Friedrich Merz zurücktreten? Stimmt ab!

Aber: Die eigenen Leute halten zu Friedrich Merz

Bei all dem Gegenwind gibt es für Merz allerdings auch eine Zahl, die ihm Mut machen dürfte: Die eigene Anhängerschaft steht bei der Rücktrittsfrage mehrheitlich hinter ihm. 78 Prozent der CDU/CSU-Anhänger wollen, dass Friedrich Merz Bundeskanzler bleibt. Lediglich 21 Prozent sprechen sich für seinen Rücktritt aus.

Und auch bei der Frage nach den Ursachen für die Wählerverluste landet Merz bei den eigenen Anhängern nicht ganz oben. 63 Prozent sehen vor allem die mangelnde Beschäftigung mit den Alltagssorgen der Bürger als Problem. 52 Prozent nennen zu viele Kompromisse mit der SPD. Merz selbst wird von 43 Prozent als einer der möglichen Gründe genannt.

Für den Kanzler ergibt sich damit ein bemerkenswerter Gegensatz: Während eine Mehrheit der Bundesbürger seinen Rücktritt befürwortet und viele Befragte ihn als einen möglichen Grund für den Wählerschwund der Union sehen, steht die eigene Anhängerschaft bei der Frage nach seinem Verbleib im Kanzleramt weiterhin klar hinter ihm. Stellt sich die Frage, welche Werte für Friedrich Merz schwerer wiegen.

Verwendete Quelle: RTL/ntv-Trendbarometer