Schwere Zeiten für BauernPreis-Schock wegen Dürre? Das sagt der Landwirtschaftsminister

Auslage in der Fleischtheke des Hofladens Keil, Fleisch- und Wurstwaren, Rindfleisch, Grillfleisch, Grillen, Grillgut, Silke GORISSEN, GorißÂüen, CDU, Ministerin fuer Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, besucht auf ihrer NRW-isst-gut-Tour den Hof Keil in Reken, 13.08.2026. *** Display at the meat counter of the Keil Farm Store: meat and sausages, beef, barbecue meat, grilling, barbecue items, Silke GORISSEN, GorißÂüen, CDU, Minister of Agriculture and Consumer Protection for the State of North Rhine-Westphalia, visits the Keil Farm in Reken as part of her NRW is s t gut tour, August 13, 2026
Bundeslandwirtschaftsminister Rainer will die Landwirtschaft in einen Aktionsplan einbeziehen.
IMAGO/Sven Simon / IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON

Der Landwirtschaftsminister will Ende August amtliche Erntedaten vorlegen. Erst dann sollen Hilfen für von der Dürre betroffene Bauern passgenau zugeschnitten werden. Dass die lange Trockenperiode umgehend Auswirkungen auf Lebensmittelpreise haben wird, glaubt Alois Rainer nicht.

Lebensmittel wie Brot und Fleisch werden nach Einschätzung von Landwirtschaftsminister Alois Rainer wegen der Trockenheit in Deutschland nicht sofort teurer. „Ich gehe nicht davon aus, dass es sofort teurer wird, weil die Lebensmittelpreise hängen auch noch von vielen anderen Faktoren ab - von der Lieferkette, vom Transport, von der Erzeugung“, sagte Rainer im „Morgenmagazin“ des ZDF.

Wie groß die Schäden genau sind, steht noch nicht fest. Rainer sagte zur Forderung des Bauernverbands nach Soforthilfen, „ohne belastbare Daten können wir schlecht Hilfe leisten“. Die Regierung habe aber die Folgen der Dürre „genau im Auge“ und werde „so gut es geht und so schnell es auch geht, passgenaue Hilfen anbieten“, sagte er weiter. Der Deutsche Bauernverband (DBV) veröffentlicht am Dienstag eine Erntebilanz.

Rainer will Ende August amtliche Erntedaten vorlegen. Der „Rheinischen Post“ vom Dienstag sagte der Landwirtschaftsminister: „Ich klopfe an jede Tür, an der Hilfe möglich ist.“ So habe er auch dem EU-Agrarkommissar die „besorgniserregende Situation auf unseren Äckern und Weiden geschildert und deutlich gemacht, dass im Ernstfall auch Europa gefordert ist“.

Zum Vorstoß der SPD, die Verfassung zugunsten des Hitzeschutzes zu ändern, sagte der CSU-Politiker, bei der Kabinettsklausur in der kommenden Woche „haben wir auch die Zeit, dieses Thema zu diskutieren“. Es sei „auf alle Fälle ein Thema, über das wir diskutieren müssen“. Er werde dann seine „Forderungen aus dem Bauernstand auf den Tisch legen“.

Er lasse nicht zu, dass die Landwirtschaft bei einem Hitzeaktionsplan ignoriert werde, sagte Rainer. „Die Landwirtschaft sind nämlich diejenigen, die am stärksten davon in Mitleidenschaft gezogen werden.“ Sie produzierten „tagtäglich für uns hervorragendste Lebensmittel“.

Verwendete Quellen: mba/AFP