Bauern in deutschem Nachbarland in Not Tausende Kühe wegen Dürre geschlachtet

Die Dürre setzt Viehwirte unter Druck. (Symbolbild)
Die Dürre setzt Viehwirte unter Druck. (Symbolbild)
IMAGO/Jan Eifert

Das Futter wird knapp - und die Folgen sind schon jetzt gravierend.
Die anhaltende Dürre setzt der Landwirtschaft in der Schweiz massiv zu. Weil auf vielen Weiden kaum noch Gras wächst, müssen zahlreiche Landwirte ihre Kühe früher als geplant zum Schlachthof bringen.

Dürre sorgt für deutlich mehr Schlachtungen

Die Folgen der Trockenheit sind inzwischen deutlich spürbar. Wie die Aargauer Zeitung berichtet, wurden im vergangenen Monat rund 3.500 Kühe mehr geschlachtet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

In vielen Regionen sind die Weiden ausgetrocknet. Einige Viehhalter treiben ihre Herden deshalb in höher gelegene Gebiete, wo noch etwas Gras wächst. Andere müssen bereits auf die Futtervorräte zurückgreifen, die eigentlich für den Winter vorgesehen sind. Reichen auch diese Reserven nicht aus, bleibt vielen Betrieben nur der Verkauf oder die vorzeitige Schlachtung ihrer Tiere.

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Branchenverbände warnen vor Preisverfall

Die Entwicklung bereitet den Landwirtschaftsverbänden große Sorgen, berichtet Watson. Sie appellieren an die Landwirte, ihre Tiere nicht alle gleichzeitig schlachten zu lassen. Der Hintergrund: Gelangen in kurzer Zeit besonders viele Schlachttiere auf den Markt, könnten die Fleischpreise deutlich sinken. Das würde viele Betriebe zusätzlich finanziell belasten.

Nach Einschätzung der Branchenvertreter könnte die Dürre auch langfristige Folgen haben. Werden in diesem Sommer zu viele Kühe geschlachtet, könnten im kommenden Frühjahr nicht mehr genügend Tiere in den Beständen sein. In diesem Fall müsste die Schweiz möglicherweise mehr Fleisch aus dem Ausland importieren. (sfu)

Verwendete Quellen: Aargauer Zeitung, Le Matin, Watson