Polizei muss sich erneut korrigierenNächste Panne im Fall Bella (†3): Ermittler nehmen Aussage zum Todeszeitpunkt zurück

Zeitpunkt von Bellas Tod völlig offen!
Erst räumt die Polizei Fehler bei der Suche nach der dreijährigen Bella ein, jetzt folgt die nächste Korrektur. Wann das Mädchen in dem Pool in Preetz starb, ist plötzlich wieder völlig offen. Auch eine bisher zentrale Annahme der Ermittler lässt sich nicht mehr halten.
Preetz: Polizei korrigiert Angaben zum Tod von Bella (†3) – Todeszeitpunkt weiter unklar
Der tragische Tod der dreijährigen Bella wirft immer neue Fragen auf. Noch am Freitag hatte die Polizei erklärt, das Mädchen sei vermutlich unmittelbar nach seinem Verschwinden in den Pool am Elternhaus gefallen. Bella soll demnach bereits tot gewesen sein, als Einsatzkräfte gegen 14 Uhr mit der Suche begannen. Ihr Todeszeitpunkt dürfte „weit vor Mitternacht“ gelegen haben. Jetzt nimmt die Polizeidirektion Kiel genau diese Aussagen zurück.
Wann starb Bella wirklich?
Lese-Tipp: Bella (3) ist ertrunken – Warum wurde der Pool nicht richtig abgesucht?
Nach dem aktuellen Stand der rechtsmedizinischen Untersuchung lässt sich nicht bestätigen, dass Bella unmittelbar nach ihrem Verschwinden in den Pool fiel und schon zu Beginn der polizeilichen Suche ertrunken war. Auch die bisherige Aussage zum Todeszeitpunkt korrigieren die Ermittler ausdrücklich. Fest stehe lediglich, „dass das Kind mehrere Stunden tot war, bevor die Leiche geborgen wurde“.
Wann Bella tatsächlich starb, ist damit weiterhin ungeklärt. „Der Todeszeitpunkt steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest“, erklärt Polizeisprecherin Babette Weiß. Die Ermittlungen dauern an.
Schon zuvor musste die Polizei einen Fehler einräumen
Die erneute Korrektur ist besonders brisant, weil die Polizei bereits ihre Angaben zur Suche nach Bella berichtigen musste. Bei der ersten Kontrolle von Haus und Grundstück gegen 14 Uhr war der Pool entgegen früherer Angaben nicht richtig durchsucht worden. Die Beamten nahmen lediglich eine „oberflächliche Sichtprüfung“ vor. Erst gegen Mitternacht wurde der Pool nach Angaben der Polizei eingehender abgesucht. Trotzdem entdeckten die Einsatzkräfte Bella nicht.

Am nächsten Morgen lag die Dreijährige tot im Wasser. Die Obduktion ergab, dass Bella ertrunken ist. Hinweise auf eine Gewalttat gibt es nach Angaben der Ermittler bislang nicht.
Warnungen vor Spendenaufruf für Bellas Familie
Unterdessen kursiert im Internet mindestens ein Spendenaufruf, der angeblich Bellas Familie unterstützen soll. Auf GoFundMe verspricht eine Organisatorin, das gesammelte Geld direkt an die Familie weiterzugeben.
Video-Tipp: Vermisste Bella – Kinderleiche in Preetz gefunden
Doch Vorsicht: Bekannte der Familie warnen auf Facebook davor, dass dieser Aufruf nicht von Bellas Angehörigen stammen soll. Ob und in welchem Verhältnis die Organisatorin zur Familie steht, lässt sich derzeit nicht unabhängig bestätigen. Wer helfen möchte, sollte deshalb genau prüfen, wohin das Geld tatsächlich fließt.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, Polizei


