Eltern treffen bewegende EntscheidungAlices Haare verfangen sich im Pool – der vergebliche Kampf um das Leben der Elfjährigen

Die Helfer mussten ihre Haare abschneiden, um das Kind zu befreien.
An einem heißen Sommertag planschte ein Mädchen in einem Pool, tauchte unter – und nicht wieder auf. Die elfjährige Alice blieb am Mittwoch (15. Juli) mit ihren Haaren im Ansaugstutzen eines Schwimmbeckens hängen. Helfer und Ärzte kämpften verzweifelt um ihr Leben – doch sie konnten das Kind nicht retten.
Mädchen stirbt nach Unfall im Schwimmbecken
Alice verbrachte mit ihrer Familie die Ferien in italienischen Region Ligurien, ursprünglich stammte sie aus Suisio in der norditalienischen Provinz Bergamo. Am Mittwochnachmittag (15. Juli) schwamm die Elfjährige im kleinen Pool des Strandbads Bagni Segesta in Sestri Levante. Dabei verfingen sich ihre Haare im Bereich der Ansaugpumpe des Beckens, berichten mehrere italienische Medien. Der Sog hielt das Mädchen wohl unter Wasser, sich selbst befreien konnte Alice offenbar nicht.
Nach bisherigen Erkenntnissen bemerkte ein anderes Kind, dass die Elfjährige unter Wasser blieb. Anfangs soll es noch geglaubt haben, die Elfjährige würde nur tauchen. Doch als sie nicht wieder an die Wasseroberfläche kam, schlug das Kind Alarm.
Mehrere Erwachsene eilten sofort zum Becken. Auch der Betreiber des Strandbads sprang ins Wasser und versuchte, Alice zu befreien. Die Helfer mussten die Haare abschneiden, um das Mädchen aus dem Becken holen zu können, berichtet Corriere della Sera. Wie lange Alice zu diesem Zeitpunkt bereits unter Wasser war, ist bislang ungeklärt.
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Alices Familie schenkte anderen Menschen Hoffnung
Ersthelfer versuchten vor Ort, die Elfjährige wiederzubeleben, später wurden sie von hinzugerufenen Rettungskräften unterstützt. Ein Rettungshubschrauber brachte Alice schließlich in das Kinderkrankenhaus Gaslini in Genua. Zu diesem Zeitpunkt war ihr Zustand schon äußerst kritisch, berichtet Rai News.
Alle Bemühungen der behandelnden Mediziner, Alices Leben zu retten, waren vergeblich. In der Nacht zu Freitag (17. Juli) wurde das Mädchen für tot erklärt. Seine Eltern trafen mitten im größten Schmerz eine bewegende Entscheidung: Sie stimmten einer Organspende zu.
Das Krankenhaus dankte den Angehörigen öffentlich für ihre große Menschlichkeit. Durch ihre Entscheidung könne aus einem unermesslichen Verlust konkrete Hoffnung für andere Familien entstehen, erklärte die Klinik.
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Staatsanwaltschaft untersucht Pool-Tragödie in Ligurien
Die Staatsanwaltschaft von Genua hat inzwischen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Die Betreiber des Strandbads werden als Beschuldigte geführt. Das Schwimmbecken ist Gegenstand der Untersuchung. Hier wird überprüft, ob die Ansauganlage ordnungsgemäß funktionierte und alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden. Alices Körper wird gerichtsmedizinisch untersucht, am Dienstag (21. Juli) wird das Ergebnis erwartet.
Doch selbst wenn die Ermittler die Ursache für die Tragödie im Pool finden können: Keine Erklärung der Welt kann den Eltern ihr kleines Mädchen zurückbringen.
Verwendete Quellen: Corriere della Serra, Rai News, Ansa, Prima Bergamo


