Jetzt soll gegen die Eltern ermittelt werdenVincent (1) für tot erklärt – drei Stunden später schlägt sein Herz wieder

Vincent ist ein kleiner Kämpfer
Vincent ist ein kleiner Kämpfer
gofundme.com/ Support Miracle Baby Vincent’s Recovery

Sie nennen ihn „kleiner Wunderkämpfer”.
Für Vincents Eltern bricht eine Welt zusammen, als Ärzte ihren 18 Monate alten Sohn für tot erklären. RTL.de hatte bereits im März über Schicksal des kleinen Jungen berichtet. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung: Während Vincent weiter um seine vollständige Genesung kämpft, drohen seinen Eltern rechtliche Konsequenzen.

Der Albtraum für alle Eltern

Es ist eine Geschichte, die Millionen Menschen bewegt hat. RTL.de berichtete bereits im März über den kleinen Vincent Lorenzo Fiordilino, der nach einem Poolunfall zunächst für tot erklärt wurde und Stunden später plötzlich wieder Lebenszeichen zeigte.

Am 8. Februar stürzt der 18 Monate alte Junge in den Pool seiner Familie im US-Bundesstaat Arizona. Rund fünf Minuten liegt Vincent unter Wasser, bevor Angehörige ihn entdecken. Während mehrere Familienmitglieder verzweifelt den Notruf wählen, kämpfen sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen um sein Leben.

„Ich habe gerade meinen Neffen im Pool gefunden“, sagt ein Familienmitglied mit zitternder Stimme in einem der später veröffentlichten Notrufe. Wie die New York Post berichtet, wurden die Aufnahmen gemeinsam mit den Ermittlungsunterlagen veröffentlicht.

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Wenig später bringen Rettungskräfte Vincent ins Mercy Gilbert Medical Center. Dort versuchen Ärzte, sein Leben zu retten. Doch am Abend folgt die schlimmste Nachricht überhaupt: Der kleine Junge wird für tot erklärt. Seine Eltern verlassen das Krankenhaus in tiefer Trauer. Doch dann geschieht etwas, womit niemand mehr gerechnet hat.

Drei Stunden später klingelt das Telefon

Gegen 23.30 Uhr entdeckt ein Gerichtsmediziner, der Vincents Leichnam übernehmen soll, plötzlich einen schwachen Herzschlag. Sofort wird der Junge per Hubschrauber in das Phoenix Children’s Hospital geflogen. Zunächst sieht seine Prognose dramatisch aus. Ärzte befürchten schwere Hirnschäden, mehrere Organe versagen bereits. Die kommenden 72 Stunden gelten als entscheidend. Doch Vincent kämpft weiter.

Nur wenige Tage später bringt ein erneutes MRT die erlösende Nachricht: Die Ärzte finden keine Hirnschäden. Lediglich eine kleine Gehirnprellung ist zu erkennen, die sich nach Einschätzung der Mediziner mit dem Wachstum vermutlich ausgleichen wird.
Heute sprechen selbst die behandelnden Ärzte vom „Wunderbaby“.

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Vincent atmet inzwischen wieder selbstständig mit Unterstützung eines Beatmungsgeräts und macht weiter Fortschritte. Dennoch liegt noch ein langer Weg mit Therapien und medizinischer Betreuung vor ihm. Seine Familie sammelt deshalb über GoFundMe Spenden für die enormen Behandlungskosten. Dort nennen seine Angehörigen den kleinen Jungen inzwischen ihren „Wunderkämpfer“.

Eltern drohen rechtliche Konsequenzen

Während Vincent weiter um seine vollständige Genesung kämpft, beschäftigen sich inzwischen auch Polizei und Staatsanwaltschaft mit dem Unglück. Wie die New York Post weiter berichtet, wurden bei beiden Eltern THC-Rückstände nachgewiesen. Außerdem hätten Beamte auf dem Grundstück starken Marihuana-Geruch wahrgenommen.

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Die Polizei empfiehlt deshalb, gegen Mutter und Vater wegen Kindesmisshandlung zu ermitteln. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft steht allerdings noch aus. Für die Familie steht dennoch vor allem eines im Mittelpunkt: Dass ihr kleiner Sohn lebt. Nach allem, was in den Stunden nach dem Unfall passiert ist, nennen sie Vincent heute nur noch ihren „kleinen Wunderkämpfer“.

Verwendete Quellen: New York Post, GoFundMe