Grusel-Fund in PhiladelphiaKnochen in Horrorhaus-Hinterhof entdeckt – verzweifelte Suche nach sieben vermissten Frauen

Ist das die erhoffte heiße Spur?
Seit Wochen suchen Polizei und FBI in einem Haus in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania nach Hinweisen auf das Schicksal von sieben vermissten Frauen. Jetzt machen die Ermittler im Hinterhof des Gebäudes eine möglicherweise entscheidende Entdeckung: Sie finden Knochen, wie mehrere amerikanische Medien berichten.
Grausiger Fund in Philadelphia
Der Fund wurde laut dem Magazin People und der US-Sender ABC 6 am Donnerstag (15. Oktober) gemacht. Rechtsmediziner sollen nun untersuchen, ob es sich tatsächlich um menschliche Überreste handelt und ob diese mit den Vermisstenfällen zusammenhängen. Bislang ist das völlig unklar. Die Ermittler hatten zuvor begonnen, den Garten Schicht für Schicht auszugraben und die Erde sorgfältig nach möglichen Beweisen zu durchsuchen.
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Mehr als eine Million Bilder und Videos in Horrorhaus entdeckt
Das Gebäude im Stadtteil Olney gehörte einst dem inzwischen verstorbenen Raymond „R.C.“ Horsch, der gewalttätige Pornografie produzierte. Der Mann starb 2025. Inzwischen steht sein Sohn Eugene Horsch im Mittelpunkt der Ermittlungen. Er wurde bereits im Juni wegen Drogen- und Waffendelikten festgenommen.
Bei der anschließenden Durchsuchung des Hauses machten Polizisten verstörende Entdeckungen. Neben Chemikalien, Laborgeräten und fünf Urnen fanden sie mehr als eine Million digitale Bilder und Videos. Darauf waren insgesamt 58 Menschen zu sehen – darunter sieben Frauen, die seit Jahren vermisst werden.

Besonders erschreckend: Vier der Frauen wirkten auf den Aufnahmen laut Polizei leblos. Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, ob die Szenen nur gestellt waren oder möglicherweise echte Gewalttaten zeigen.
Vermisste Frauen offenbar gefesselt und verletzt gefilmt
Zu den Vermissten gehört auch Amy McHale, die Ex-Frau von Raymond Horsch. Sie verschwand im Juni 2016, nachdem sie zuletzt in seinem Haus gesehen worden war. Zwei weitere Frauen, Maribel Fresses und Gabrielle Amarando, werden bereits seit 2018 beziehungsweise 2012 vermisst. Auf den sichergestellten Aufnahmen sollen sie bewusstlos und verletzt zu sehen sein.
Auch die vermisste Nicole Fusaro taucht in den Dateien auf. Ein Video soll sie nackt und mit Handschellen an ein Bett gefesselt neben Raymond Horsch zeigen. Eine weitere Frau, Blair Tonzelli, wurde zuletzt 2023 gesehen.

Bislang wurde keine der sieben vermissten Frauen tot aufgefunden. Gegen Eugene Horsch wurde im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden keine Anklage erhoben. Sein Anwalt weist jede Vermutung zurück, sein Mandant könnte für das Verschwinden oder den Tod der Frauen verantwortlich sein.
Zeugin berichtet von Handschellen an Bett im Horrorhaus
Wie unheimlich es in dem Gebäude zuging, schildert eine Frau, die vor rund fünf Jahren selbst dort gewesen sein will. In einem Interview mit CBS News Philadelphia berichtet sie anonym von einer Begegnung mit Raymond Horsch und dessen Sohn. Damals habe Eugene sie an einer Bushaltestelle angesprochen. Für etwas Geld sollte sie sich fotografieren lassen. Schließlich sei sie in das Haus gebracht worden, wo sie ein dunkles Schlafzimmer im ersten Obergeschoss betreten habe.

Dort habe ein altes Bett mit Metallrahmen gestanden, an dessen Seite Handschellen hingen. Der Anblick habe ihr große Angst gemacht. Noch unangenehmer seien die Fragen gewesen, die Raymond Horsch ihr anschließend stellte. Er habe wissen wollen, wo sie sich aufhalte, mit wem sie Umgang habe und wie sie Drogen konsumiere. Heute ist die Frau überzeugt, damals großes Glück gehabt zu haben. Raymond Horsch bezeichnet sie im Interview als „Teufel in Verkleidung“.
Hier findet ihr Hilfe bei sexueller Gewalt
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Ermittler entdecken mögliche Blutspuren und versteckten Tresor
Während die Suche nach den vermissten Frauen weitergeht, kommen immer neue mögliche Beweise ans Licht. Wie ABC 6 berichtet, haben Ermittler bereits Wände und Fußböden des Hauses aufgerissen. Hinter einer Wand soll zudem ein Tresor entdeckt worden sein.
Am Montag (12. Oktober) untersuchten die Beamten das Gebäude außerdem mit Luminol. Die Chemikalie kann selbst winzige, mit bloßem Auge nicht erkennbare Blutspuren sichtbar machen. Bei den Tests gab es laut Polizeiquellen eine positive Reaktion. Ob tatsächlich Blut nachgewiesen wurde und von wem es stammen könnte, müssen weitere Untersuchungen zeigen.
Auch der Knochenfund im Hinterhof könnte für die Ermittlungen entscheidend werden. Noch ist allerdings nicht einmal geklärt, ob die Überreste menschlichen Ursprungs sind. Die Suche nach Antworten geht deshalb weiter.


