Ein Tier eingeschläfertWarnung vor ansteckender Pferdeseuche in Niedersachsen

Pferd im Stall
Im Landkreis Northeim gilt nun ein Sperrbezirk (Symbolbild).
IMAGO / Middle East Images

Die Erkrankung kann nicht behandelt werden!
Am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, ist im Landkreis Northeim die Ansteckende Blutarmut der Einhufer bei einem Pferd nachgewiesen worden – eine gefährliche Viruserkrankung. Ein Tier musste bereits eingeschläfert werden. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurde nun ein Sperrbezirk eingerichtet – und betroffene Halter müssen jetzt handeln.

Ansteckende Pferdeseuche entdeckt – wie gefährlich ist das Virus?

Als ein Pferd im Landkreis Northeim schwer erkrankt, wusste man laut dem Landkreis Northeim noch nicht, um welch gefährliches Virus es sich handelt. Erst nachdem das Tier „aufgrund seiner schweren Krankheitssymptome” eingeschläfert wurde, stellte man die Viruserkrankung fest.

Nach Angaben des Landkreises handelt es sich bei der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer um eine ansteckende und meldepflichtige Viruserkrankung. Betroffen sind ausschließlich Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel. „Andere Tierarten und Menschen sind nicht gefährdet”, erklärt der Landkreis.

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Übertragen wird das Virus meist durch blutsaugende Insekten. In seltenen Fällen kann eine Ansteckung auch über gemeinsam genutzte Pflegeutensilien erfolgen. Zu den typischen Symptomen zählen hohes Fieber, starke Schwäche und Apathie. Tückisch ist allerdings, dass auch äußerlich gesunde Tiere das Virus in sich tragen können.

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„Infizierte Tiere müssen getötet werden” – eine Behandlung ist ausgeschlossen

Für die Ansteckende Blutarmut der Einhufer gibt es nach Angaben des Landkreises keine Behandlung. Sollte sich ein Tier mit dem Virus anstecken, bleibt nur eine Konsequenz: „Infizierte Tiere müssen getötet werden.“

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Der Landkreis betont, dass der Erreger nicht ursprünglich aus Deutschland stammt. In den vergangenen Jahren seien zwar vereinzelt Fälle aufgetreten, dabei habe es sich häufig um Pferde gehandelt, die aus dem Ausland eingeführt worden waren – so auch bei dem zuletzt infizierten Pferd.

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Sperrbezirk! Pferdehalter der Region sind jetzt zum Handeln gezwungen

Rund um den betroffenen Ort im Raum Salzderhelden hat der Landkreis einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet. Neben einer erlassenen Stallpflicht dürfen Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel das Gebiet vorerst nicht verlassen – es sei denn, die Behörden erteilen eine besondere Genehmigung.

Außerdem müssen alle Halter in dem Gebiet ihre Tiere sowie deren Standorte melden. Ziel ist, die Tiere vorsorglich zu untersuchen, „um eine weitere Verbreitung der Krankheit auszuschließen”.

Verwendete Quellen: Landkreis Northeim