Vize-Kanzler lädt zu KrisentreffenPendler ächzen unter Spritpreis-Wahnsinn! Kommt jetzt das 9-Euro-Ticket zurück?

Ein Jugendlicher ließ sich im Wetzlarer Bahnhof mit seinem Roller ein Stück entlang des Bahnsteigs mitziehen. (Symbolbild)
Spritpreise liegen bei weit mehr über 2 Euro – das treibt immer mehr Menschen in Busse und Bahnen (Symbolbild).
picture alliance / Jens Niering

Rückkehr von 9-Euro-Ticket gefordert!
Der Nahost-Krieg und die dadurch entstandene Energiekrise treibt mehr Deutsche in öffentliche Verkehrsmittel. Doch die Verkehrsunternehmen können das Angebot kaum ausreichend ausweiten. Nun schaltet sich die Politik ein und fordert weitere Lösungen.

Bus und Bahn sind gefragt

Die Spritpreise in Deutschland gehen weiter durch die Decke, immer mehr Menschen wählen den Nahverkehr für ihre täglichen Wege. Ein Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sagte der Rheinischen Post, man gehe davon aus, „dass die Nachfrage nach ÖPNV-Tickets vor dem Hintergrund gestiegener Kraftstoffpreise für Pkw gestiegen ist”.

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Planungssicherheit gefordert

Gleichzeitig können die Verkehrsunternehmen laut Sprecher ihr Angebot nicht der Nachfrage entsprechend ausweiten. Der Grund: fehlendes Geld und zu knappe Budgets. Der Bund müsse den im Koalitionsvertrag vereinbarten ÖPNV-Modernisierungspakt nun entschlossen umsetzen und das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz so ändern, „dass die Verkehrsunternehmen Planungssicherheit haben”, sagte der Sprecher.

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Energiepreis-Gipfel steht bevor

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) trifft am Freitag Wirtschaftsvertreter und Gewerkschaften zu einem Energiepreis-Gipfel. Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), zugleich SPD-Vizechefin, drang im Vorhinein auf staatliche Eingriffe. „Deutschland sollte staatliche Preisobergrenzen für Sprit festlegen wie Luxemburg”, sagte Rehlinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„In den Krisenmodus schalten”

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) forderte die gesamte Bundesregierung zum Handeln auf: „Die ganze Regierung muss jetzt in den Krisenmodus schalten”, sagte Schwesig dem RND. Nötig sei auch ein regelmäßiger Austausch mit den Energie- und Innenministern sowie den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder.

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Ähnliche Forderungen nach staatlichen Preisobergrenzen hatten zuvor bereits andere Ministerpräsidenten erhoben, darunter der hessische Regierungschef Boris Rhein (CDU). Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Donnerstag erklärt, es gebe in der Bundesregierung noch keine Einigkeit über mögliche Entlastungsmaßnahmen. Sollten die Preise entgegen aktueller Entspannungssignale weiter und dauerhaft deutlich steigen, werde die Regierung handeln.

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Rückkehr von 9-Euro-Ticket gefordert

Linken-Chefin Ines Schwerdtner forderte in der Rheinischen Post ein umfassendes Entlastungspaket: „Wenn Merz es ernst meint, muss er jetzt liefern: Preise wirksam deckeln, Krisengewinne der Energiekonzerne konsequent abschöpfen und mit 150-Euro-Energiekrisengeld und 9-Euro-Ticket sofort für spürbare Entlastung im Alltag sorgen.”(ela)

Verwendete Quellen: dpa