Jugendlicher sorgt für Ärger14-Jähriger kassiert „Zoll“ von Passanten – und beschäftigt ganz Frankreich

von Carolin Schuchardt und Anke Jonschker

Diese Videos sorgen im Netz für Aufsehen.
Mit einer Wasserpistole, einem erfundenen „Zollposten“ und immer neuen Provokationen sorgt ein 14-Jähriger derzeit in Paris für Schlagzeilen. Videos seiner Aktionen verbreiten sich rasant in den sozialen Medien. Während die Polizei mehrfach gegen den Jugendlichen einschreiten musste, wird in Frankreich inzwischen heftig über den Fall diskutiert.

Zwischen Streich und Straftat

Seit mehreren Wochen sorgt ein 14-Jähriger am Canal Saint-Martin im Osten von Paris für Aufsehen. Nach Berichten französischer Medien hält der Jugendliche dort Radfahrer und andere Passanten an und verlangt zwei Euro, damit sie passieren dürfen. Wer sich weigert, soll mit einer Wasserpistole nass gespritzt werden. Wegen dieser Aktion bezeichnet er sich selbst als „Hamza, der Zöllner“.

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In zahlreichen Videos, die zunächst über Snapchat veröffentlicht und später in sozialen Netzwerken weiterverbreitet wurden, soll der Jugendliche außerdem Polizisten mit einer Wasserpistole bespritzt, eine junge Frau in einen Kanal gestoßen, Badende am Fuß gepackt und Radfahrer verfolgt haben. Weitere Aufnahmen sollen zeigen, wie er einen Stuhl von einer Brasserie mitnimmt oder mit einem E-Scooter durch Paris fährt.

Im französischen Sender CNews spielte der Jugendliche die Vorwürfe nach eigenen Angaben herunter. Dort erklärte er auch, dass die Idee zu seinem selbst ernannten „Zollposten“ aus Algerien stamme und er seine Aktionen nicht als gravierend empfinde.

Polizei greift immer wieder ein

Nach Angaben französischer Medien ist der 14-Jährige den Behörden bereits seit Längerem bekannt. Seit Juni 2025 soll er mehrfach in Polizeigewahrsam gewesen sein. Gegen ihn laufen demnach Ermittlungen wegen verschiedener mutmaßlicher Straftaten, darunter Sachbeschädigung, gemeinschaftliche Gewalt und zuletzt auch wegen eines mutmaßlichen Handydiebstahls.

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Der Fall sorgt inzwischen weit über Paris hinaus für Diskussionen. Während einige Beobachter die Vorfälle als Ausdruck zunehmender Jugendkriminalität sehen, fordern andere, das Alter des Jugendlichen stärker zu berücksichtigen und vor allem nach den Ursachen seines Verhaltens zu fragen. Die Mutter des 14-Jährigen sprach von rassistischen Anfeindungen gegen ihren Sohn. Dieser selbst erklärte dem Sender CNews, man würde ihn als Schläger bezeichnen.

Verwendete Quellen: CNews