Die Diagnose erschüttert die GläubigenWie ernst steht es um den Papst? Ist sein Lungenkrebs heilbar?

Papst Leo XIV.
Wie ernst steht es um Papst Leo? (Archivbild)
AJM, Andrew Medichini/AP/dpa, Andrew Medichini

Entscheidend ist, wie früh der Tumor entdeckt wurde.
Große Sorge um Papst Leo XIV. (71)! Nach einer Operation steht fest, dass das Kirchenoberhaupt an Lungenkrebs erkrankt ist. Die Diagnose lautet Lungen-Adenokarzinom. Doch was verbirgt sich hinter diesem komplizierten Begriff und wie gut stehen die Heilungschancen?

Papst Leo XIV. an Lungenkrebs erkrankt – Operation erfolgreich

Die Nachricht sorgt weltweit für Bestürzung. Papst Leo XIV. hat Krebs! Am Dienstag (13. Oktober) wurde dem 71-Jährigen in der römischen Gemelli-Klinik der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt. Die anschließende Untersuchung bestätigte einen bösartigen Tumor.

Immerhin verlief die Operation nach Angaben des Vatikans ohne Komplikationen. Bereits am Sonntag hatte Leo erklärt, dass die Ärzte einen kleinen, klar begrenzten Knoten entdeckt hätten. Inzwischen steht die Diagnose fest. Der Papst leidet an einem Lungen-Adenokarzinom.

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Was ist ein Lungen-Adenokarzinom und ist es heilbar?

Ein Adenokarzinom entsteht aus Zellen mit drüsenartigen Eigenschaften. Es gehört zu den nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen und zählt zu den häufigsten Formen von Lungenkrebs. Betroffen sein können sowohl Raucher als auch Menschen, die nie geraucht haben. Oft verursacht die Erkrankung anfangs kaum Beschwerden.

Die gute Nachricht ist, dass diese Krebsart heilbar sein kann. Voraussetzung dafür ist vor allem, dass der Tumor früh erkannt wird und sich noch nicht ausgebreitet hat. Dann kommt häufig eine Operation infrage – wie bei Papst Leo.

Laut der medizinischen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) liegen die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei operierten Patienten mit einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom im frühen Stadium IA zwischen 80 und 93 Prozent.

Das bedeutet allerdings keine garantierte Heilung. Die Zahlen gelten für bestimmte Patientengruppen und lassen sich nicht unmittelbar auf den Papst übertragen.

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Braucht Papst Leo jetzt noch eine Chemotherapie?

Das hängt von den weiteren Untersuchungsergebnissen ab. Entscheidend ist unter anderem, ob auch Lymphknoten von Krebszellen betroffen sind. Je nach Befund können eine Chemotherapie, Immuntherapie oder zielgerichtete Medikamente notwendig werden.

Bei einem vollständig entfernten Tumor im Stadium IA ist eine zusätzliche Chemotherapie laut Onkopedia normalerweise nicht sinnvoll, weil sie keinen Überlebensvorteil bringt.

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Wie stehen die Heilungschancen für Papst Leo XIV.?

Dass der Tumor nach Angaben des Papstes früh entdeckt und operativ entfernt werden konnte, stimmt zunächst hoffnungsvoll. Eine persönliche Prognose lässt sich daraus jedoch noch nicht ableiten. Dafür müssen die vollständigen Befunde vorliegen.

Vorerst konzentriert sich der 71-Jährige auf seine Genesung. Seine öffentlichen Termine sind bis zum 20. Oktober abgesagt. Ob seine geplante Südamerikareise im November stattfinden kann, ist noch offen. Fest steht: Die Diagnose ist ernst, doch gerade bei früh erkanntem Lungenkrebs gibt es heute gute Behandlungsmöglichkeiten.

Verwendete Quellen: Onkopedia