Rettungsaktion in der Ostsee geht in die heiße Phase Wal schlägt mit der Schwanzflosse um sich, als ein Taucher kommt

Plötzlich bewegt er sich heftig!
Der gestrandete Buckelwal vor der Ostsee-Insel Poel hat deutlich auf einen sich nähernden Taucher reagiert. Das Tier schlug heftig mit der Schwanzflosse, der Fluke, und drehte sich um beinahe 90 Grad. Die Helfer zogen sich daraufhin vom Tier zurück. Nach wenigen Minuten beruhigte sich das Tier wieder und lag erneut still im Wasser.
Kann der Wal noch gerettet werden?
Die Vorbereitungen für den neuen Versuch zur Rettung des vor der Insel Poel liegenden Buckelwals laufen weiter auf Hochtouren. „Der Bergungsversuch geht jetzt in die heiße Phase über”, sagte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), am Hafen von Kirchdorf, wo die Einsatzkräfte der privaten Rettungsinitiative am Morgen ein kleines Boot neben einem Arbeitsponton zu Wasser ließen. Der Wal bekomme jetzt eine weitere Chance, aber er müsse dabei auch mitmachen.
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Backhaus betonte, er sei überzeugt, dass das vorliegende Rettungskonzept, für das sein Ministerium die Duldung ausgesprochen habe, gut sei. Es sehe minimalinvasive Maßnahmen vor. Das Ministerium begleite den Versuch rund um die Uhr und stehe mit dem Organisationsteam in engem Austausch. „Wir sind sehr kooperativ untereinander hier vor Ort.”
Wal steckt seit Tagen im flachen Wasser bei Wismar fest
Der geschwächte Wal liegt bereits den 18. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht. Im Hafen von Kirchdorf wurden auf einer aus vier großen stählernen Einzelpontons bestehenden schwimmenden Arbeitsplattform ein Bagger befestigt und ein Container aufgestellt. Zudem liegen Sauggeräte und große Schläuche auf der Plattform.
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Am Vormittag fuhren auch Mitarbeiter des Umweltministeriums und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) mit einem Polizeischlauchboot zum Wal hinaus. Bei der Bergung sollen laut Backhaus auch batteriebetriebene Sandsauggeräte eingesetzt werden, um den Untergrund unter dem rund zwölf Tonnen schweren frei zu spülen. (jgr, mit dpa)
Verwendete Quellen: dpa


