Drama in der Ostsee Buckelwal hängt schon wieder fest
Kaum ist er frei, geht schon wieder nichts mehr!
Der vor Timmendorfer Strand freigekommene Buckelwal ist erneut gestrandet. Der Meeressäuger liegt nun auf einer Sandbank in der Wismarbucht, wie Greenpeace RTL bestätigte. So wollen die Retter jetzt vorgehen.
Buckelwal kommt frei und hängt wieder fest
„Nachdem er sich aus seiner misslichen Lage befreien konnte, wurde der Wal heute am Mittag in der Wismarbucht in der Nähe der Insel Walfisch erneut gesichtet”, bestätigte ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums.
Neben der Wasserschutzpolizei aus Wismar und Rostock waren demnach Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie der Naturschutzorganisation Greenpeace auf dem Wasser und an Land im Einsatz, um die Lage zu bewerten und im Notfall helfen zu können.
Die Wasserschutzpolizei hatte seit dem frühen Morgen die Küste abgefahren und nach dem Wal gesucht. Auch ein weiteres Polizeiboot sowie Greenpeace waren am Samstag mit zwei Booten an der Suche beteiligt, sagte eine Sprecherin der dpa.
Tier befreite sich vor Timmendorfer Strand
Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war am Montagmorgen (23. März) auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht zum Freitag selbst von der Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne befreit. Nun steckt er wieder in der Klemme.
So wollen die Wal-Retter jetzt vorgehen
Dr. Joseph Schnitzler ist Meeresbiologe am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung. Er ist seit Montag an der Rettung des Wals beteiligt. RTL sagt er: „Es ist nicht so aussichtslos wie in Niendorf. Wir lassen ihn die Nacht ruhen und schauen morgen.”
Am Timmendorfer Strand sei der tonnenschwere Meeressäuger von einer Sandbank umzingelt gewesen, es habe keinen Ausweg für das Tier gegeben. „Hier ist er auf dem höchsten Punkt auf einer Sandbank und drumherum ist es offen.“ Entsprechend ist die Hoffnung, dass sich der Wal diesmal selbst befreien kann. Schnitzler: „Warum er erneut gestrandet ist, kann man nicht sagen.”
„Sollte das Tier sich bis morgen nicht befreit haben, werden die Fachleute vor Ort versuchen, den Wal sanft anzustupsen und in Richtung tieferes Wasser zu bewegen”, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Abend mit. (mit dpa)
Verwendete Quellen: dpa, eigene RTL-Recherche
































