Hohe Gefahr Lawinenalbtraum in Österreich – zwei Deutsche sterben
Allein in Tirol gab es mehr als 30 Lawinen!
Bei dutzenden Lawinenabgängen in Österreich sind nach Angaben der Polizei drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei der Toten stammen aus Baden-Württemberg, wie Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Das dritte Opfer kommt aus den Niederlanden.
Sohn alarmierte die Einsatzkräfte
Allein in Tirol seien mehr als 30 Lawinen an einem Tag gezählt worden, hieß es von der Notrufzentrale des Bundeslandes. Einer der Wintersportler sei im Tiroler Navistal mit einem weiteren Mann unterwegs gewesen, so die Polizei. Aufgrund der Lawinengefahr seien die Skiwanderer umgekehrt, doch dabei habe sich beim Queren eines Hanges ein Schneebrett gelöst. Einer der beiden wurde völlig verschüttet und starb. Der 43-Jährige stammt aus dem Ostalbkreis.

Der zweite Deutsche starb im Bundesland Vorarlberg. Der 42-jährige Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach war mit seinem 15-jährigen Sohn im Skigebiet Sonnenkopf abseits gesicherter Pisten unterwegs, wie die Polizei berichtete. Der Vater wurde von einer Lawine mitgerissen. Sein Sohn alarmierte die Rettungskräfte, doch der Vater konnte erst nach einer Stunde gefunden werden und starb noch an der Unglücksstelle.
Lese-Tipp: Von Lawine verschüttet – Erste-Hilfe-Tipps für den Ernstfall
Angespannte Lawinensituation

Ein weiterer Lawinentoter wurde von der Polizei in Fiss in Tirol gemeldet. Der 71-Jährige Niederländer trug kein Lawinensuchgerät, das im Notfall das Auffinden erleichtern kann.
Auch im Bundesland Salzburg ging eine Reihe von Lawinen ab. Ein 70-jähriger Skitourengeher konnte aus dem Schnee gerettet werden. Die Lawinensituation im Westen Österreichs ist angespannt. Die Warndienste riefen in Tirol und Vorarlberg die zweithöchste Gefahrenstufe aus. (dpa/lha)
Verwendete Quellen: dpa


