Schockierender Fall in den USAElias (5) ist tot – sein Bruder (11) wird wegen Mordes angeklagt!

Sein Tod schockiert die USA.
Der kleine Elias wurde nur fünf Jahre alt.
CNN

Was als gewöhnlicher Nachmittag begann, endete in einer Tragödie.
Der fünfjährige Elias Reliford aus dem US-Bundesstaat Colorado wurde mutmaßlich von seinem älteren Bruder getötet, kurz nachdem die beiden von der Schule nach Hause gekommen waren. Eigentlich wollte Elias (5) nur ein kurzes Nickerchen machen – doch er wachte nie wieder auf. Das Motiv der Tat ist nicht bekannt.

Äußerst seltene Anklage gegen Elfjährigen

Juristen bezeichnen die Anklage als außergewöhnlich. Der frühere Bezirksstaatsanwalt George Brauckler sagte dazu in einem Podcast: „Das ist ein extrem einzigartiger Fall.“ Ein anderer Strafrechtsanalyst, Christopher Decker, bei gegenüber Fox31 Denver: „So etwas habe ich noch nie gehört. Ich denke, das ist extrem ungewöhnlich.“

Dieser Fall schockiert die USA.
Ein fünfjähriges Kind wurde in seinem eigenen Zuhause getötet, der mutmaßliche Täter ist sein eigener Bruder.
CNN

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Junge „zu jung sei, um in ein Erwachsenengericht überstellt zu werden“, daher bleibe der Fall im Jugendgericht.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung ringen um Intention

Für die Anklage ist entscheidend, ob der Elfjährige überhaupt die nötige geistige Reife hatte, eine Mordtat zu planen und zu begehen. Die Staatsanwaltschaft vermutet eine gewisse Planung und reflektierte Gewaltanwendung, während die Verteidigung erwarten lässt, dass sie auf die kindliche Unreife, emotionale Instabilität und fehlende Einsicht in die Tragweite der Tat pochen wird.

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In der Strafberatung heißt es, ein Kind in diesem Alter könne gar nicht die „erwachsene Absicht“ fassen, die ein Mord ersten Grades typischerweise voraussetzt.

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Sollte der elfjährige Bruder im Jugendgericht schuldig gesprochen werden, geht die Strafjustiz von einer Mischung aus Freiheitsentzug und intensiver Therapie aus. Experten zufolge könnte er im Jugend‑ oder Jugendschutzbereich mehrere Jahre unter psychologischer Betreuung bleiben – nicht wie ein Erwachsener, sondern mit Schwerpunkt auf Behandlung und Rehabilitation.

Wird er als „nicht verhandlungsfähig“ eingestuft, käme er zunächst in eine geschlossene Behandlungseinrichtung, bis seine Verhandlungsfähigkeit hergestellt ist oder eine Zeit abgelaufen ist, die einer Strafe entspricht.

Familie in Schock und Trauer

Die Eltern seien sowohl „Opfer‑ als auch Angeklagten‑Eltern“, wie Bezirksstaatsanwalt Brauckler sagt – beide Rollen treffen dieselben Menschen. Die Großtante des Getöteten, Dawn Myles, berichtete: „Wir hätten uns nie vorstellen können, dass dieser gute, große Bruder, der er war, Elias verletzen könnte. Wenn man den einen Bruder sah, sah man auch den anderen.“

Die Großtante des fünfjährigen Elias spricht von „zwei Verlusten“ und beschreibt die Familie als schockgefroren, wütend und voller Fragen. Zur Unterstützung wurde ein Crowdfunding‑Aufruf für Beerdigungskosten und den Neuaufbau des Familienlebens gestartet.