Sein großer Traum war die UFC Tragischer Tod eines MMA-Talents: 27-Jähriger stirbt bei Bärenangriff in Kanada

MMA-Kämpfer Hrishikesh Koloth.
Der MMA-Kämpfer aus Indien arbeitete in Kanada an seinem großen Traum.
Skoden Martial Arts/Facebook
von Martina Lewinski

Im abgelegenen Norden Kanadas kommt es zu einer tödlichen Tragödie.
Ein Schwarzbär reißt einen jungen Mann in den Tod – es ist der 27-jährige MMA-Kämpfer Hrishikesh Koloth aus Indien, der in Kanada seinen großen Traum verfolgte.

„Er wollte in die UFC“

Der Vorfall ereignete sich am 8. Mai nahe Nordbye Lake, rund 850 Kilometer nordöstlich von Saskatoon. Hrishikesh Koloth arbeitete dort als Techniker auf einem Gelände der Firma UraniumX Discovery Corp, als er von einem Schwarzbären angegriffen wurde. Ein Zivilist erschoss das Tier noch vor Ort. Anschließend wurde der Bär zur Untersuchung an das Western College of Veterinary Medicine gebracht.

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Koloth stammte aus dem südindischen Bundesstaat Kerala und lebte zuletzt im kanadischen Penticton (British Columbia) gemeinsam mit seinem Bruder Arjun. Mehr als zehn Jahre lang hatte er für seine Karriere im Kampfsport trainiert – zunächst in Indien, später auch in Kanada.

Sein großes Ziel war klar: eine Karriere in der UFC. „Das war sein Traum. Deshalb ist er hierher gekommen“, sagte sein Bruder laut CBC. „Er wollte kämpfen – egal gegen wen.“ Koloth trainierte hart und galt in seinem Umfeld als talentiert und äußerst ehrgeizig.

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Schocknachricht mitten in der Nacht

Die Todesnachricht traf die Familie völlig unvorbereitet .„Um 4 Uhr morgens klopfte ein Beamter an meine Tür“, berichtet Arjun Koloth. „Er sagte mir, dass mein Bruder gestorben ist.“ Ein Moment, der sein Leben für immer veränderte. Sein Bruder beschreibt Hrishikesh als furchtlos, liebevoll und bescheiden. Besonders wichtig sei ihm seine Familie gewesen.

„Er hat vor nichts Angst gehabt“, sagt Arjun. „Zwei Tage Vorbereitung auf einen Kampf? Egal. Ein stärkerer Gegner? Egal.“ Besonders bewegend: die Worte, mit denen er seinen Bruder in Erinnerung behalten möchte. „Ich will, dass er so gesehen wird, wie er war: ein unschuldiges Herz, eine Kämpferseele. Ein Krieger.“

„Sein Ziel war das Kämpfen”

Tödliche Bärenangriffe sind in Saskatchewan extrem selten. Laut Behörden handelt es sich erst um den vierten dokumentierten Fall in der Geschichte der Provinz. Der letzte ereignete sich 2020, als eine 44-jährige Frau nahe Buffalo Narrows getötet wurde.

Besonders tragisch: Koloth stand kurz vor einem neuen Lebensabschnitt. Bereits im Juni sollte er einen Job als Boxtrainer in Vancouver antreten. „Ein Job war für ihn nur ein Mittel zum Zweck“, sagt sein Bruder. „Sein Ziel war das Kämpfen.“ Stattdessen kehrte Arjun nun nach Indien zurück, um seinen Bruder in der Heimat Kerala zu beerdigen – und seine Geschichte zu erzählen.

Verwedete Quelle: CBC