Sein Hemd blieb an einer Schraube hängenTödlicher Spielplatz-Unfall in Miami! Junge (13) wird von eigenem T-Shirt stranguliert

Olvin Daniel Cabrera Valladares im Krankenhaus. Der 13-Jährige wurde nach dem tragischen Unfall auf einem Spielplatz in Miami für hirntot erklärt.
Olvin Daniel Cabrera Valladares im Krankenhaus. Der 13-Jährige wurde nach dem tragischen Unfall auf einem Spielplatz in Miami für hirntot erklärt.
GoFundMe/Stephany Valladares

Er wollte doch nur spielen!
Seine Mutter glaubt, Olvin sitzt gerade in der Schule. Doch der 13-Jährige ist heimlich mit seinem Roller zu einem Spielplatz gefahren – eine fatale Entscheidung. Denn von diesem Ausflug wird Olvin nicht mehr nach Hause zurückkehren – eine Rutsche wird für den Jungen zur tödlichen Falle.

Sein Shirt bleibt an einer Schraube hängen – Junge wird in Rutsche stranguliert

Es ist der Morgen des 25. September. Wie Estefanía Valladares, die Mutter des Jungen Olvin Daniel Cabrera Valladares, dem US-Sender Local 10 erzählt, sollte ihr Sohn zu dieser Zeit eigentlich im Unterricht sitzen. Doch stattdessen fährt der 13-Jährige mit seinem Roller rund zwei Meilen zum Shenandoah Park in Miami. Dort kommt es nach Angaben der Familie zu dem verhängnisvollen Spielplatz-Unfall.

„Beim Rutschen verfing sich sein Hemd an einer Schraube, die aus der Rutsche herausragte”, schildert die Schwester des verunglückten Jungen Stephany auf einer GoFundMe-Spendenseite. Ihr Bruder habe noch versucht, sich selbst zu befreien – doch es gelang ihm nicht. Hilflos blieb er an der Schraube hängen und „verlor schließlich das Bewusstsein”, so Stephany.

Erst als später ein Familienvater mit seinen Kindern auf den Spielplatz kommt, wird Olvin entdeckt. „Sein Arm steckte in seinem Hemd, und der Kragen schnürte ihm den Hals zu“, gibt Olvins Mutter dem Sender Local 10 wieder, was ihr der Helfer später über den dramatischen Moment erzählt.

Wie Stephany berichtet, habe der Familienvater ihren Bruder aus der Rutsche gezogen und umgehend Erste Hilfe geleistet. Wenig später treffen Rettungskräfte ein, setzen die Wiederbelebung fort und bringen den 13-Jährigen ins Krankenhaus. Dort beginnt der Kampf um Olvins Leben.

RTL+ Streaming Tipp
Anwälte der Toten - Rechtsmediziner decken auf
Jetzt auf RTL+ streamen

„Er wollte einfach nur spielen” – Olvin wird Tage nach Spielplatz-Unfall für hirntot erklärt

Tagelang hofft die Familie auf ein Wunder. „Im Krankenhaus setzten die Ärzte und das medizinische Team alles daran, Olvin zu retten”, erklärt seine Schwester. Doch am 1. Oktober folgt die traurige Gewissheit: Olvin wird laut seiner Familie für hirntot erklärt – und hinterlässt eine zutiefst erschütterte Familie.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Sohn verlieren würde”, erklärt seine Mutter Local 10 – fassungslos über das Schicksal ihres Kindes. „Er war mein Baby, mein Jüngster, gerade mal 13 Jahre alt. Er hatte sein ganzes Leben noch vor sich.”

Olvin Daniel Cabrera Valladares wurde nur 13 Jahre alt. Seine Familie erinnert sich an ihn als fußballbegeisterten Jungen, der sein ganzes Leben noch vor sich hatte.
Olvin Daniel Cabrera Valladares wurde nur 13 Jahre alt. Seine Familie erinnert sich an ihn als fußballbegeisterten Jungen, der sein ganzes Leben noch vor sich hatte.
GoFundMe/Stephany Valladares

Dass ausgerechnet ein Besuch auf dem Spielplatz tödlich endet, kann sie kaum begreifen: „Er wollte einfach nur spielen, und leider war es gerade das Spielen, das ihm das Leben gekostet hat.“

Lese-Tipp: Kind (11) auf Klassenfahrt gestorben – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Lehrkräfte

Während die Familie noch versucht, Olvins Tod zu verarbeiten, steht bereits der nächste schwere Schritt bevor: Sie muss Abschied von dem 13-Jährigen nehmen und seine Beerdigung organisieren. Über GoFundMe sammelt Olvins Schwester Stephany deshalb Spenden, um die unerwarteten Kosten zu stemmen und ihrem Bruder, wie sie schreibt, „den Abschied zu bereiten, den er verdient“.

Olvin Daniel Cabrera Valladares mit seiner Familie. Nach dem Tod des 13-Jährigen sammeln seine Angehörigen Spenden für seine Beerdigung.
Olvin Daniel Cabrera Valladares mit seiner Familie. Nach dem Tod des 13-Jährigen sammeln seine Angehörigen Spenden für seine Beerdigung.
GoFundMe/Stephany Valladares

Ihre letzten Worte auf der Spendenseite richtet Stephany allerdings direkt an ihren Bruder: „Ruhe in Frieden, Olvin Daniel. Du wirst immer geliebt und niemals vergessen werden.“

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: So begleitet ihr geliebte Menschen durch schwere Zeiten

Stadt Miami untersucht Tod des 13-Jährigen auf Spielplatz-Rutsche

Wie genau es zu Olvins Tod kam, ist bislang allerdings nicht offiziell geklärt. Weder die Polizei von Miami noch die Stadt haben den von der Familie geschilderten Unfallhergang bestätigt. Local 10 konnte an der Rutsche zwar Schrauben erkennen, diese seien zum Zeitpunkt der Aufnahmen jedoch flach gewesen.

Noch am Tag des Unglücks sperrte die Stadt den Spielplatz wegen einer „nicht strafrechtlichen Untersuchung“. Bereits am folgenden Tag war der Park laut Local 10 wieder geöffnet und auch die Rutsche wieder zugänglich. Ob sie nach dem Vorfall überprüft oder repariert wurde, ist unklar.

Lese-Tipp: Junge (3) von Transporter überrollt – Mutter muss alles mitansehen

Die Stadt Miami erklärt auf Anfrage des Senders, man arbeite daran, sämtliche Fakten zusammenzutragen und der Familie Klarheit zu verschaffen. Wegen der laufenden Untersuchung wolle man derzeit keine weiteren Angaben machen.

Damit bleibt Olvins Familie vorerst ohne Antworten darauf, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Seine Mutter richtet deshalb einen eindringlichen Appell an andere Eltern: „Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihre Kinder in diese Parks mitnehmen. Sehen Sie sich die Tragödie an, die meinem Sohn widerfahren ist.“

Für ihren eigenen Sohn kommt diese Warnung zu spät.

Verwendete Quellen: GoFundMe, Local 10