Nach allergischem SchockKind (11) auf Klassenfahrt gestorben – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Lehrkräfte

Wird jetzt aufgeklärt, wie es zu dem tragischen Tod des Jungen kommen konnte?
Rund drei Monate nachdem ein Schüler während einer Klassenfahrt bei Aerzen (Niedersachsen) stirbt, werden nun neue Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bekannt. Sie richten sich gegen zwei Lehrkräfte, die die Klassenfahrt begleitet hatten.
Er hatte einen schweren allergischen Schock
Der Junge aus der Region Hannover klagt plötzlich über Atemnot, er kollabiert. Seine Lehrer versuchen, ihn wiederzubeleben. Ohne Erfolg. Auch Rettungskräfte können dem Elfjährigen nicht mehr helfen. Er stirbt am 18. Juni auf Klassenfahrt.
Lese-Tipp: Kind (11) stirbt nach medizinischem Notfall auf Klassenfahrt!
Die Todesursache: Laut vorläufigem Obduktionsergebnis wahrscheinlich ein anaphylaktischer Schock. Jetzt wird gegen zwei Lehrkräfte wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft Hannover auf RTL-Nachfrage bestätigt. Zuvor hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung” berichtet.
Im Video: Fleisch-Allergie durch Zeckenbiss
Der Junge soll einen Notfall-Pen gehabt haben
Der Junge soll den Angaben zufolge einen Notfall-Pen gehabt haben. Der Pen soll allerdings nicht zum Einsatz gekommen sein. Aus welchem Grund, ist bisher nicht bekannt. Mit so einem Pen kann Adrenalin injiziert werden, was Betroffenen im Notfall sogar das Leben retten kann.
Lese-Tipp: Kind (11) stirbt auf Klassenfahrt – jetzt ist die Todesursache bekannt
Der Elfjährige litt an einer Kuhmilchallergie. Ob die den schweren allergischen Schock ausgelöst hat, ist bisher ebenfalls nicht geklärt. Diese Frage soll ein allergologisches Gutachten beantworten. Das liege laut Staatsanwaltschaft bisher jedoch nicht vor. Kurz vor dem Zusammenbruch des Elfjährigen, soll es im Schullandheim Mittagessen gegeben haben.
Ob er Kuhmilch zu sich genommen hat, ist nicht klar. Für die Lehrkräfte gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Deutsche Presse-Agentur, HAZ, Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

































