Emotionale Worte nach Rettung aus NahostKapitän der „Mein Schiff 4”: Keine Crew sollte das erleben müssen

Wie viele Steine müssen hier von ihren Herzen gefallen sein?
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat auch tausende Kreuzfahrt-Touristen zwischen die Fronten gebracht. Alle konnten gerettet werden - doch die Schiffe saßen in der Region fest, weil der Iran die Straße von Hormus geschlossen hat. Jetzt konnten mehrere Kreuzfahrtriesen aus der Region entkommen. Ein emotionaler Moment, wie der Kapitän der „Mein Schiff 4” auf Instagram schreibt.
Schiffe nutzen kurzen Moment der Öffnung
Wenn die „Mein Schiff 4” Urlauber über die Weltmeere trägt, dann hält Kapitän Jan Fortun die Daheimgebliebenen auf Instagram über die Reisen auf dem Laufenden. Der Kapitän hat fast 15.000 Follower, die er vor allem mit den schönen Seiten der Cruises versorgt.
Doch nun meldet er sich nachdenklich, emotional, erleichtert. Denn nach Wochen des Bangens ist er mit seiner Crew endlich wieder in freien Gewässern. Ende Februar, als die Kämpfe begannen, lag die „Mein Schiff 4” in Abu Dhabi. Die Gäste konnten nach einigen Tagen das Schiff und die Region verlassen. Aber die „Mein Schiff 4” hing, wie etliche andere Kreuzfahrtriesen in der Region fest.
Und nun - diese kurze Lücke. Dieser Tag, an dem der Iran die Straße von Hormus geöffnet hat, um Schiffe passieren zu lassen. Die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises und die „MSC Euribia“ der Schweizer Gesellschaft MSC machen sich auf den Weg, weil die Firmen zu der Einschätzung gekommen sind, dass das Risiko nicht zu groß ist. Und sie schaffen es in den offenen Ozean, bevor der Iran die enge Wasserstraße wieder schließt.

„Keine Crew sollte das jemals erleben müssen”
Nun meldet sich der Kapitän der „Mein Schiff 4”, Jan Fortun, offensichtlich bewegt von dem Erlebten, zu Wort.
„Die vergangenen 50 Tage haben diesen Schiffen etwas abverlangt – keine Crew, kein Betreiber sollte das jemals erleben müssen. Eine Erfahrung, die viele, die daran beteiligt waren, noch lange verfolgen wird.” Und weiter: „Unsere beiden
Im Video: Viele Urlauber saßen in der Kriegsregion fest
Kapitän Fortun drückt allen Crew-Mitgliedern die Daumen, dass sie die Stärke finden, schnell in ihre Leben zurückzufinden. Und er ruft ihnen zu: „Seid stolz auf das, was jetzt vor euch liegt. Und lasst beide Schiffe wieder tun, wofür sie eigentlich da sind.”
Man kann aus diesen Zeilen sehr leicht lesen, welche Last von den Schultern der Crews abgefallen sein muss. Und den vielen noch festsitzenden Schiffen nur wünschen, dass auch sie bald die Meerenge sicher passieren können. (tbe)
Verwendete Quellen: Instagram, dpa, AFP
































