Alle Infos im Liveticker Doppelter Wahlsonntag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern! Neue Umfrage sorgt für Spannung

Noch drei Tage bis zu den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Noch drei Tage bis zu den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. (Symbolbild)
Sebastian Gollnow/dpa
von Felix Christmann und Anke Jonschker

Jetzt wird der Wahlkampf heiß!
Am 20. September stehen gleich zwei politische Entscheidungen an. In Berlin geht es um die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses, in Mecklenburg-Vorpommern um den neuen Landtag. Alle Ergebnisse, Reaktionen und wichtigen Entwicklungen begleiten wir hier im Liveticker.

Wichtige Updates
Anke Jonschker

Wahl-Endspurt in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: Neue Umfrage – heute nächste große Debatte


Nur noch drei Tage bis zur Wahl: Am Sonntag, 20. September, stimmen die Menschen in Berlin über ein neues Abgeordnetenhaus und in Mecklenburg-Vorpommern über einen neuen Landtag ab. Kurz vor dem Wahlwochenende gibt es noch einmal neue Zahlen und mehrere wichtige Termine.

In Mecklenburg-Vorpommern sieht die jüngste INSA-Umfrage die AfD bei 37 Prozent und die SPD bei 35 Prozent. Es folgen Linke (10 Prozent), CDU (7), Grüne (5) und BSW (3). Befragt wurden 1000 Menschen zwischen dem 8. und 15. September – die Werte sind eine Momentaufnahme und keine Prognose für den Wahlausgang.

Auch in Berlin geht der Wahlkampf in die Schlussphase. Nach der RBB-Wahlarena am Mittwoch treffen Stefan Evers (CDU), Steffen Krach (SPD), Werner Graf (Grüne) und Elif Eralp (Linke) heute Abend um 19.30 Uhr im Deutschen Theater erneut aufeinander. Bei der Tagesspiegel-Wahldebatte soll es unter anderem um Wohnen, Verkehr, Sicherheit und Sauberkeit gehen. 
Anke Jonschker

Briefwahl-Endspurt: In Berlin und MV laufen morgen wichtige Fristen ab 

 
Wer seine Stimme per Briefwahl abgeben will, sollte jetzt auf die Uhr schauen. Sowohl in Berlin als auch in Mecklenburg-Vorpommern laufen am Freitag wichtige Fristen ab – allerdings zu unterschiedlichen Zeiten.
In Mecklenburg-Vorpommern können Wahlschein und Briefwahlunterlagen grundsätzlich noch bis Freitag um 12 Uhr bei der zuständigen Gemeindewahlbehörde beantragt werden. In Berlin ist das bis 15 Uhr möglich. Dort rät der Landeswahlleiter angesichts der kurzen verbleibenden Zeit dazu, die Unterlagen möglichst persönlich in einer Briefwahlstelle zu beantragen und gegebenenfalls gleich vor Ort zu wählen.
Entscheidend ist am Ende der Eingang des Wahlbriefs: Er muss spätestens am Wahlsonntag rechtzeitig bei der zuständigen Wahlbehörde angekommen sein. 
Felix Christmann

Berliner Linken-Spitzenkandidatin Eralp schließt Koalition mit BSW aus


Vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin schließt die Spitzenkandidatin der Linken eine mögliche Koalition mit dem BSW aus. "Das kann ich mir absolut nicht vorstellen", sagte Elif Eralp in einem Podcast von "Politico". "Das BSW hat sich gerade angedient, zum Steigbügelhalter für eine rechtsextreme Partei in Sachsen-Anhalt zu werden." Es komme für sie nicht infrage, so eine Partei zu unterstützen.

Berlin wählt am Sonntag ein neues Landesparlament, es deutet sich ein enges Rennen an. In einer jüngsten Insa-Umfrage im Auftrag der "Bild"-Zeitung kamen sowohl CDU als auch Linke auf 20 Prozent. Die AfD lag bei 18 Prozent, die Grünen bei 16 Prozent, die SPD bei 12 Prozent und das BSW bei 5 Prozent. Bei früheren Umfragen lag das BSW stabil unter der Fünf-Prozent-Hürde. 

Auf die Frage, mit wem sie am liebsten regieren würde, antwortete Eralp, erstmal wolle sie stärkste Kraft werden und vor allem ins Rote Rathaus einziehen. Die meisten Schnittmengen gebe es natürlich mit SPD und den Grünen, was das zentrale Thema Mieten betreffe. Die Linke setzt sich allerdings für eine Vergesellschaftung von Immobilienunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen ein, die SPD trägt das nach den Worten ihres Spitzenkandidaten Steffen Krach nicht mit.

Quelle: dpa
Camilla Koziol

Schwesig verteidigt ihren Kurs und greift AfD an

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat in einem NDR-Fernsehduell ihren polarisierenden Wahlkampf verteidigt und die AfD stark angegriffen. "Die AfD ist wirtschaftsfeindlich und wird Arbeitsplätze vernichten", sagte sie im Streitgespräch mit ihrem Herausforderer Leif-Erik Holm. Sie stehe hingegen für die Stärkung der Wirtschaft. Dazu verwies sie auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch neue Milliardenprojekte. Holm wies die Angriffe zurück und warf Schwesig vor, Angst zu verbreiten.

Kritik unter anderem von CDU und Grünen an ihrem Wahlkampf wies sie zurück. Wer wolle, dass sie weiterregiere, müsse die SPD wählen. Nur die Stimmen seien sichere Stimmen gegen die AfD, sagte sie in der Sendung des Norddeutschen Rundfunks. 

Zuletzt hat die SPD in Umfragen zugelegt. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Insa-Umfrage kommt die AfD auf 37 Prozent, die SPD auf 35. Die weiteren Parteien folgen demnach mit großem Abstand. Die Linke kommt auf 10 Prozent. Die CDU steckt bei nur 7 Prozent fest - ähnlich wie in kürzlich veröffentlichten Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute. Es wäre ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik.

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern stimmen am selben Tag ab

Dieser Sonntag bringt gleich zwei wichtige politische Entscheidungen. Am 20. September sind die Menschen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zur Stimmabgabe aufgerufen. Wenn um 18 Uhr die Wahllokale schließen, beginnt die Auszählung.

In der Hauptstadt geht es um das 20. Berliner Abgeordnetenhaus. Gleichzeitig stimmen die Berlinerinnen und Berliner über die Zusammensetzung der zwölf Bezirksverordnetenversammlungen ab. Rund 2,4 Millionen Wahlbenachrichtigungen wurden im Vorfeld verschickt.

Eine wichtige Neuerung gibt es 2026: Erstmals dürfen in Berlin bereits 16- und 17-Jährige bei der Abgeordnetenhauswahl ihre Stimme abgeben. Außerdem befinden sich Erst- und Zweitstimme diesmal gemeinsam auf einem Stimmzettel.

Auch Mecklenburg-Vorpommern bestimmt einen neuen Landtag

Rund 200 Kilometer weiter nördlich steht ebenfalls eine Landtagswahl an. In Mecklenburg-Vorpommern geht es um die Zusammensetzung des 9. Landtags. Auch dort liegt das Mindestalter für die Teilnahme bei 16 Jahren.

Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Anschließend werden die Stimmen ausgezählt. Die Landeswahlleitung will am Wahlabend ab etwa 19 Uhr fortlaufend aktualisierte Ergebnisse veröffentlichen.

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Alle Ergebnisse und Reaktionen hier im Liveticker

Wie fallen die Ergebnisse aus? Welche Mehrheiten und Koalitionen sind anschließend rechnerisch möglich? Und wie reagieren Parteien und Spitzenkandidaten auf die Zahlen?

Hier halten wir euch über die Entwicklungen in beiden Bundesländern auf dem Laufenden. Von der Öffnung der Wahllokale über erste Ergebnisse und Hochrechnungen bis zu den Reaktionen am Abend bekommt ihr die wichtigsten Nachrichten aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern direkt in unserem Liveticker.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche