Mächtig Rückenwind für den KanzlerCDU-Ministerpräsidenten stellen sich geschlossen hinter Merz

Friedrich Merz steckt in der Krise. Um seine Zukunft als Kanzler wird im politischen Berlin derzeit munter spekuliert. Jetzt geben ihm die acht CDU-Länderchefs überraschend Rückendeckung und pochen auf Geschlossenheit innerhalb der Partei.
Die acht Ministerpräsidenten der CDU haben sich vor dem Hintergrund der Spekulationen über die politische Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz gegen Personaldiskussionen gewandt. „Die Menschen können darauf vertrauen, dass wir ihre Probleme angehen. Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der Weg zu neuem Vertrauen der Menschen in die Christdemokratie führe über das Zuhören und politisches Handeln, nicht über Personaldiskussionen.
„Das politische Deutschland braucht jetzt mehr denn je Stabilität. In dieser Lage kommt es jetzt auf die Geschlossenheit, die Tatkraft und einen klaren Kurs der deutschen Christdemokratie an“, heißt es in der Erklärung weiter. Darin werden drei gemeinsame Grundüberzeugungen der Regierungschefs genannt:
Zuvor hatte sich bereits der hessische Ministerpräsident Boris Rhein entsprechend geäußert: „Unser Land braucht jetzt keine Personaldiskussionen, sondern entschlossenes Handeln und mutige Reformen“, sagte er dem „Spiegel“. Auch die Vorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, hatte im Vorfeld die Diskussion um den Führungsposten kritisiert. „Reformen sind nie leicht“, sagte sie dem Magazin. Reformkanzler hätten es „erst recht nicht leicht“. Merz kenne die Herausforderungen und halte trotzdem den Kurs.
Von Wahlkämpfern aus Mecklenburg-Vorpommern, wo an diesem Sonntag gewählt wird, kam ebenfalls Unterstützung für Merz. „Die Personaldiskussionen lösen keine Probleme“, sagte der CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters dem „Spiegel“. „Wer solche Debatten befeuert, muss sich auch fragen, mit welchem Szenario er eigentlich plant.“
Verwendete Quellen: hny/dpa


