Spritpreise auf RekordniveauTanken immer teurer: Merz kündigt Entlastungen für Autofahrer an
Tanken wird für Autofahrer immer teurer. Auch an einer Tankstelle in Leverkusen lagen die Preise am Dienstag (15.09.) zeitweise bei mehr als 2,50 Euro pro Liter. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigt jetzt Entlastungen an. Wie diese aussehen sollen, ist allerdings noch offen.
Autofahrer in Leverkusen spüren hohe Preise
Wer derzeit tanken muss, muss tief in die Tasche greifen. Das zeigt sich auch in NRW. An einer Tankstelle in Leverkusen stiegen die Preise am Dienstag (15.09.) nach 12 Uhr noch einmal deutlich an. Autofahrer berichteten von einer spürbaren Belastung für den eigenen Geldbeutel. Auch bundesweit haben die Spritpreise neue Höchststände erreicht. Ein Liter Super E10 kostete am Montag (14.09.) im Tagesdurchschnitt 2,286 Euro. Diesel lag bei 2,412 Euro pro Liter und damit nur noch wenige Cent unter seinem bisherigen Rekordwert.
Merz: „Wir müssen handeln“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte angesichts der hohen Preise Maßnahmen der Bundesregierung an. Für viele Menschen, die täglich auf ihr Auto angewiesen seien, sei eine Belastungsgrenze erreicht. „Ich bin der Meinung, dass wir handeln müssen“, sagte Merz. Wie die Entlastung konkret aussehen soll, steht noch nicht fest. Die Bundesregierung wolle aber schon bald einen Vorschlag vorlegen. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) fordert schnelle Entlastungen für Autofahrer. Bund und Länder haben bereits über mögliche Maßnahmen beraten.
Preisdeckel oder niedrigere Steuern?
Innerhalb der Bundesregierung gibt es unterschiedliche Vorschläge. Die SPD wirbt unter anderem für einen Spritpreisdeckel nach belgischem Vorbild. Dabei würde der Staat einen Höchstpreis für Benzin und Diesel festlegen. Tankstellen dürften Kraftstoff günstiger verkaufen, den festgelegten Preis aber nicht überschreiten. Aus der CDU gibt es dagegen Forderungen nach einer vorübergehenden Senkung der Energiesteuer. Auch eine Entlastung beim CO2-Preis wird diskutiert. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt einen Preisdeckel ab und spricht sich stattdessen für gezielte Direktzahlungen an Menschen mit niedrigeren Einkommen aus.
Steuern machen großen Teil des Spritpreises aus
Ein großer Teil des Preises an der Zapfsäule entfällt auf Steuern und weitere staatliche Belastungen. Nach Angaben des Verbands Fuels und Energie machen Steuern, CO2-Aufschlag, Bio-Quote und Mehrwertsteuer bei Diesel gut die Hälfte des Endpreises aus. Bei Benzin sind es demnach rund 60 Prozent. Seit April dürfen Tankstellen ihre Preise grundsätzlich nur noch einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen. Die Regel sollte die starken Preisschwankungen im Tagesverlauf begrenzen. Eine deutliche preisdämpfende Wirkung ist bislang allerdings nicht erkennbar.

































