Unfassbare Tat in HamburgMutter der getöteten 15-Jährigen soll mehrfach in Psychiatrie gewesen sein

von Sebastian von Hacht, Lynn Michel und Rouven Schroth

Blumen, Kerzen und handgeschriebene Botschaften!
Vor dem Mehrfamilienhaus im Hamburger Stadtteil Bramfeld trauern Freunde und Anwohner um die 15-Jährige, die hier offenbar von ihrer eigenen Mutter getötet wurde. Die Anteilnahme ist groß – und mit ihr die Frage: Wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? Inzwischen liefern Nachbarn erste Hinweise.

Berichte über lautstarke Streits

Nach dem gewaltsamen Tod der 15-Jährigen richten sich die Ermittlungen gegen ihre 43 Jahre alte Mutter. Sie wurde festgenommen. Polizeisprecher Sebastian Born sagte RTL: „Die Mutter könnte möglicherweise psychisch erkrankt sein. Inwieweit das zutrifft, ist Bestandteil der weiteren Ermittlungsarbeit.“ Auch Fragen zur Schuldfähigkeit seien Gegenstand der Ermittlungen.

„Sie wurde ziemlich laut immer”, sagt dieser Nachbar im Gespräch mit RTL.
„Sie wurde ziemlich laut immer”, sagt dieser Nachbar im Gespräch mit RTL.

Auch Nachbarn berichten von einer schwierigen familiären Situation. „Ich hab mitgekriegt, dass öfters Streit war. Dass sie laut war und dass sie in die Klinik gebracht worden ist”, sagt ein Nachbar im Gespräch mit RTL. Nach seinen Angaben seien die Kinder schließlich mit Unterstützung des Jugendamts aus der Familie genommen worden.

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Laut einer Bekannten der Familie lebt die jüngere Tochter in einer Pflegefamilie und die 15-jährige Tochter in einer Jugendgruppe. „Ich glaube gehört zu haben, dass sie aus der Psychiatrie entlassen wurde Anfang des Jahres, was keiner verstanden hat und seitdem wurde sie immer komischer“, sagt die Bekannte.

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Die Mordkommission ermittelt

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hielt sich die 15-Jährige zunächst freiwillig und mit Zustimmung der Verantwortlichen ihrer Jugendwohnung bei ihrer Mutter auf, wie Polizeisprecher Sebastian Born im RTL-Interview sagt. Später kehrte sie nicht wie vereinbart in die Einrichtung zurück. In der Nacht fanden Polizeibeamte die Jugendliche leblos mit Spuren von massiver Gewalteinwirkung in ihrem Kinderzimmer vor. Rettungskräfte konnten nur noch ihren Tod feststellen.

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Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun zu den genauen Hintergründen des Falls. Die 43-Jährige wurde am Montagvormittag (13. Juli) einem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl gegen sie erlassen hat. Laut Polizeiangaben sitzt sie jetzt in Untersuchungshaft. Während die Ermittlungen laufen, versammeln sich Freunde der 15-Jährigen am Abend vor dem Haus, um gemeinsam Abschied zu nehmen – von einem Mädchen, dessen Leben viel zu früh endete.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, Polizei Hamburg