Wie eine Fontäne schießt das Feuer aus der Tür der Bar. Es ist kurz vor Mitternacht. Der Laden ist voll. Wer kann, versucht sich irgendwie vor den Flammen zu retten. Aber viele Gäste sind drinnen gefangen.
„Hinten links neben der Toilette gab es einen Ausgang, der zu einem großen offenen Bereich führt. Aber dort hing ein Schild mit der Aufschrift Nur für Personal und der Ausgang war verschlossen."
Viele der Opfer können nur noch tot geborgen werden. Mindestens 27 Menschen sterben, mehr als 60 sind zum Teil schwerverletzt.
Diese Bilder aus dem Inneren der Bar zeigen, wie schlimm das Feuer gewütet hat. Weil die Eingangstür in Flammen stand und es wohl nicht genug Notausgänge gab, wurde der Pub zur Feuer-Falle.
„Ich möchte den Leichnam meines jüngeren Bruders nach Hause holen. Ich möchte ihn zu meinen Eltern nach Hause bringen. Sie warten darauf, dass ihre Kinder wieder alle zusammen sind, aber jetzt ist einer von ihnen nicht mehr da."
Das Lokal liegt im Norden von Bangkok, ganz in der Nähe des Chatuchak Marktes, eine beliebte Touristenattraktion mit regelmäßig Zehntausenden Besuchern. In der Bar wird Live Musik gespielt, die Menschen feiern ausgelassen, als das Feuer ausbricht.
„Es gab Explosionen und alle versuchten, vor dem Rauch und den Flammen zu fliehen. Viele schafften es aber nicht nach draußen, weil sie versuchten, sich in den Toiletten zu verstecken. Dort haben wir die meisten Leichen gefunden.“
Möglicherweise könnte ein Kurzschluss einer Klimaanlage den Brand ausgelöst haben. Angehörige wurden aufgefordert DNA Proben abzugeben, um die Opfer zu identifizieren. Bislang hat das Auswärtige Amt noch nicht mitgeteilt, ob auch Deutsche betroffen sind.