6500 E-Mails an Politiker betroffen!CDU-Skandal: Hacker senden Betrugs-Mails an Kanzler und Ministerien!

Unbekannte dringen in das E-Mail-Postfach des CDU-Kreisgeschäftsführers in Heilbronn ein. Von dort gehen betrügerische Nachrichten an 6500 Empfänger, darunter auch Bundeskanzler Merz. Die Ermittlungen laufen.
Hacker sind in das E-Mail-Konto der Heilbronner CDU eingebrochen und haben von dort Tausende Phishing-Nachrichten an Ministerien, andere politische Kontakte und auch Bundeskanzler Friedrich Merz verschickt. „Nach ersten Erkenntnissen ging die Mail an circa 6500 Kontakte, von denen zahlreiche im sicherheitsrelevanten Bereich sind“, sagte ein Sprecher der Heilbronner Polizei. „Wir wissen zum Beispiel, dass auch Nachrichten an den Bundeskanzler gingen.“
Wie der SWR unter Berufung auf die Polizei berichtete, wurden die betrügerischen E-Mails über das Konto des CDU-Kreisgeschäftsführers verschickt. Der Kreisverband habe daraufhin das Landeskriminalamt informiert. Auch die Heilbronner Polizei habe verdächtige E-Mails erhalten.
Über eine IT-Sicherheitsfirma informierte der Kreisverband laut Bericht die betroffenen Kontakte und warnte davor, auf die Nachrichten zu reagieren oder enthaltene Links und Anhänge zu öffnen. Zu erkennen seien die gefälschten E-Mails unter anderem an den Betreffzeilen „Einladung zur 19. Böckinger Prominentenpredigt“ oder „Ummeldung / ... / CDU SBK zu CDU Neckarsulm“.
Der Sicherheitsfirma zufolge enthalten die Nachrichten einen Link, über den sich angeblich ein Dokument öffnen lässt. Wer diesen angeklickt habe, sollte umgehend die eigene IT-Betreuung informieren. Bei Kunden des Dienstes Microsoft 365 sollte man neben einer Passwortänderung auch bestehende Anmeldesitzungen beenden und mögliche E-Mail-Weiterleitungen überprüfen.
Die Polizei geht derzeit von einem Phishing-Versuch aus. Phishing ist eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Dabei versuchen Cyber-Kriminelle, durch Antworten auf gefälschte Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter oder Bankinformationen zu gelangen.
Verwendete Quellen: jpe/dpa


