Für Jugendliche unter 16Großbritannien kündigt Social-Media-Verbot ab 2027 an

Die CDU hat sich auf dem Parteitag in Stuttgart dafuer (dafür) ausgesprochen, dass (daß) es ein Mindestalter von 14 Jahren fuer (für) soziale Medien geben soll. Die App von Instagram, X, Facebook, Messenger, Threads und TikTok sind in dem Ordner Soziale Netzwerke auf einem Smartphone Display geoeffnet (geöffnet). Social Media am 22.02.2026 in Siegen/Deutschland.
Nicht mehr für Kinder: Social Media in Großbritannien
picture alliance / Rene Traut Fotografie

Mit Großbritannien verbietet erstmals ein europäisches Land Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.
Das kündigte Premierminister Keir Starmer (63) am Montag bei einer Pressekonferenz in London an. Der Politiker sagte, die sozialen Medien würden Kinder „unglücklich” machen.

Social-Media-Verbot soll ab 2027 gelten: TikTok, YouTube, Instagram, Facebook, Snapchat und X betroffen

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, soziale Medien hätten Jugendlichen auch Vorteile gebracht. Ein vollständiges Verbot sei angesichts der Risiken und negativer Konsequenzen dennoch die richtige Entscheidung. „Heute ist ein großer Tag für unser Land”, so Starmer. Die Regierung wolle demnach Plattformen wie Snapchat, TikTok, YouTube, Instagram, Facebook und X verbieten. Nicht betroffen seien hingegen Messaging-Apps wie WhatsApp und Signal.

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Großbritanniens Premierminister Keir Starmer kündigt ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren an.
Carlos Jasso/POOL AFP via AP

Das Vereinigte Königreich folgt damit dem Vorbild Australiens. Australien hatte im Dezember 2025 als erstes Land der Welt ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Mittlerweile wollen immer mehr europäische Länder dem Beispiel folgen.

Starmer kündigte auch „weltweit führende” Maßnahmen im Bereich der Gaming- und Live-Streaming-Plattformen an. Fremde Erwachsene sollen demnach nicht mehr die Chatfunktion nutzen können, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen.

Starmer weiter: „Diese Botschaft soll unmissverständlich ankommen: Ich bin nicht bereit, bei der Sicherheit und dem Glück unserer Kinder Kompromisse einzugehen. Deshalb muss dieses Verbot kommen – und deshalb wird es auch kommen.“ Das Verbot würde für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten. Der Premierminister sagte auf Nachfrage, er hoffe, die Regelung noch vor Weihnachten verabschieden zu können. Das Verbot im Frühjahr 2027 in Kraft treten.

Auch in Deutschland steht Verbot zur Debatte

Kritiker eines Verbots fürchten unter anderem, dass dieses leicht von Teenagern umgangen werden kann. So konnten in Australien viele Jugendliche trotz des Verbots Plattformen weiter nutzen, indem sie etwa auf VPN-Dienste zugriffen oder Konten mit einem gefälschten Geburtstagsdatum anlegten.

Diskussionen um Einschränkungen von Social-Media-Plattformen für Minderjährige gibt es derzeit in vielen europäischen Ländern. Mehrere EU-Länder, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich, haben bereits angekündigt, ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen zu wollen. Auch deshalb steht die Europäische Union unter Druck, weil nur die EU-Kommission den großen Plattform-Betreibern Vorschriften machen darf.

Auch in Deutschland steht ein Verbot zur Debatte. Aktuell erarbeitet eine Expertenkommission Empfehlungen für konkrete Maßnahmen. Wie Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) ankündigte, sollen die Ergebnisse Ende Juni vorgestellt werden und zahlreiche Empfehlungen enthalten. Diese werden sich an Schulen, Eltern, Kitas und Ärzte richten.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche/ dpa/ BBC

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