Boomer gegen Gen ZChef platzt der Kragen – Mitarbeiter (25) kann wegen krankem Zwergkaninchen nicht arbeiten

Ein krankes Zwergkaninchen war für einen Mitarbeiter der Anlass, nicht zur Arbeit zu kommen
Ein krankes Zwergkaninchen war für einen Mitarbeiter der Anlass, nicht zur Arbeit zu kommen (Symbolbild)
picture alliance/dpa | Soeren Stache

Ein Haustier sorgt für Zoff!
Darf ein krankes Haustier ein Grund sein, nicht zur Arbeit zu gehen? Genau darüber entbrennt in der ZDF-Diskussionssendung „Unbubble“ eine hitzige Debatte. Unternehmer Martin Limbeck erzählt von einem jungen Mitarbeiter – und bringt damit die Generationen gegeneinander auf.

„Mein Zwergkaninchen ist krank“

„Ich kann morgen nicht kommen, weil mein Zwergkaninchen krank ist.“ Mit dieser Begründung sagte ein 25-jähriger Mitarbeiter bei Unternehmer Martin Limbeck kurzfristig seine Arbeit ab. Für den Bestsellerautor ist das bis heute unverständlich.

Lese-Tipp: Influencer Julian Kamps rechnet mit Acht-Stunden-Arbeitstag ab - das Netz feiert ihn!

„Der Junge ist 25, gebildet und er ist so traurig, weil sein Zwergkaninchen krank ist“, erzählt Limbeck in „Unbubble“. Der Mitarbeiter sei emotional so mitgenommen gewesen, dass er am nächsten Tag nicht als Verkäufer arbeiten konnte. Für Limbeck geht das zu weit: „Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen, der dem Zwergkaninchen auch das Futter bezahlt.“

Wie viel Rücksicht ist zu viel?

Widerspruch kommt sofort von Nema (27), die zuletzt in einer Werbeagentur gearbeitet hat und nach einem Burnout derzeit arbeitssuchend ist. „Vielleicht ist der Person das Zwergkaninchen superwichtig“, entgegnet sie. Auch Koray (26), der Architektur studiert hat, verteidigt die jüngere Generation. Sie spreche heute offener über ihre Bedürfnisse und ziehe früher Grenzen.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Video-Tipp: (K)Einmal volltanken bitte! Die neue Angst der Generation Z

Anastasia (28), Gründerin eines Social Start-ups sowie Autorin und Speakerin, sieht darin sogar eine Stärke. „Mentale Gesundheit betrifft alle Generationen, nur sind wir eine Generation, die sehr kommunikativ darüber ist“, sagt sie. Darüber müsse man nicht lästern, sondern eher applaudieren.

Limbeck hält dagegen. Er glaubt, viele junge Menschen hätten nie gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. „Ich glaube, dass heute viele Kinder keinen Mangel mehr kennen“, sagt der 59-Jährige. Außerdem sei jeder auch selbst für seine Stimmung verantwortlich. Er selbst meditiere regelmäßig.

Lese-Tipp: Gen Z setzt auf „Angsttaschen“

Nema widerspricht erneut. Wer im Mindestlohn arbeite und viele Überstunden mache, habe oft gar keine Kraft mehr, sich nach Feierabend noch mit Yoga oder Meditation zu beschäftigen. Limbeck kontert: „Es hat mit Anstrengung zu tun – und die will halt einfach nicht jeder gehen.“

Verwendete Quellen: ZDF Unbubble