Dany Leprince ist wieder frei18 Jahre unschuldig im Gefängnis? Mordurteil gegen „Schlächter von Sarthe” aufgehoben

Nach 18 Jahren hinter Gittern ist er frei!
Das höchste französische Revisionsgericht hat die Verurteilung von Dany Leprince wegen eines Vierfachmordes aus dem Jahr 1994 am 2. Juli 2026 aufgehoben. Für den heute freien Mann beginnt der juristische Kampf damit von vorn.
„Schlächter von Sarthe” freigelassen! Haftstrafe gegen Dany Leprince ist aufgehoben
In einem der bekanntesten Justizfälle Frankreichs der vergangenen Jahrzehnte hat das Revisionsgericht eine außergewöhnliche Entscheidung getroffen: Die lebenslange Freiheitsstrafe gegen Dany Leprince wurde aufgehoben, wie das französische Portal BFMTV berichtet. Gleichzeitig ordnete das Gericht eine neue Verhandlung vor einem Schwurgericht an.
Damit ist der Franzose, der als „Schlächter von Sarthe” bekannt wurde, wieder auf freien Fuß – und das nach unglaublichen 18 Jahren im Gefängnis. „Er ist der Verurteilte mit der längsten Haftstrafe, dessen Urteil aufgehoben wurde“, verdeutlicht Leprinces Anwalt laut BFMTV und spricht von einer „historischen Entscheidung“.

Leprince war 1997 wegen des Mordes an seinem Bruder, seiner Schwägerin und deren beiden kleinen Töchtern zu mindestens 22 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Tat hatte sich 1994 im französischen Département Sarthe, im Haus des Bruders in Thorigné-sur-Dué, ereignet.
Zwar soll er gegenüber der Polizei ein Teilgeständnis abgelegt haben, dieses nahm er später jedoch zurück. Bis heute betont er seine Unschuld.
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Warum das Gericht plötzlich „Zweifel an der Schuld von Dany Leprince” hat
Der Präsident des Revisionsgerichts enthüllte laut BFMTV, dass neue Elemente die ursprünglichen „belastenden Beweise“ schwächen und „Zweifel an der Schuld von Dany Leprince aufkommen lassen dürften“.
Besonders im Fokus steht die einzige Überlebende des Massakers: Solène Leprince, die zur Tatzeit erst zweijährige Nichte des Angeklagten, soll manipuliert oder beeinflusst worden sein. Es habe „gezielte Suggestionen“ gegeben, so der Gerichtspräsident. Er verwies dabei auch darauf, dass Solènes Kindermädchen Verbindungen zu einem an den Ermittlungen beteiligten Gendarmen gehabt habe.
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Auch das schwankende Verhalten und die lückenhaften Erinnerungen von Martine Compain, der damaligen Ehefrau von Dany Leprince, die sich bis heute unter Zeugenschutz befindet, spielen eine Rolle bei der Aufhebung des Urteils. Laut Gericht verweigerte sie „bewusst die Aussage zum Tathergang des Mordabends“ – was Zweifel schürte.
„Die Wahrheit muss ans Licht kommen” – Leprince will für seinen Freispruch kämpfen
Für Dany Leprince ist die Gerichtsentscheidung „ein Sieg”, so BFMTV. Dennoch ist sich der heute 68-Jährige auch bewusst: „Der Kampf geht weiter.” Sein Ziel sei nicht nur ein neuer Prozess, sondern auch, „dass die Wahrheit ans Licht kommt.”
„Es gibt keinen Schlächter von Sarthe mehr”, stellt auch Leprinces Anwalt klar. „Es gibt nur noch Herrn Dany Leprince, der als unschuldig gilt. Für den Anwalt sei „das Kartenhaus, auf dem die Anklage” basierte, nun in sich zusammengefallen. Er ist sich sicher, Dany Leprinces Freispruch zu erreichen.
Verwendete Quellen: BFMTV
































