Stützmauer stürzte durch Unwetter auf GleiseErneut Zugunglück in Spanien – ein Toter und mehr als 30 Verletzte

Neues Drama auf den Schienen.
Knapp drei Tage nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit mindestens 42 Todesopfern hat es in Katalonien im Nordosten des Landes wieder einen tödlichen Unfall im Bahnverkehr gegeben. Ein Nahverkehrszug stieß etwa 40 Kilometer westlich von Barcelona mit einer eingestürzten Mauer zusammen. Die traurige Bilanz: Ein Mensch kam ums Leben, 37 Personen wurden verletzt.

Zugführer stirbt bei Unglück

Bei dem Toten handele es sich um den Zugführer, teilte der regionale Rettungsdienst auf der Plattform X mit. Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen. Eine Stützmauer war dem spanischen Zivilschutz zufolge am Dienstagabend (20. Januar) auf die Gleise nahe dem Ort Gelida gestürzt und hatte damit den Unfall verursacht. Die Mauer war in Folge eines Sturms eingestürzt, wie die spanische Bahngesellschaft Adif mitteilte. Der Betrieb der katalanischen Nahverkehrszüge sei in Folge des Unfalls zunächst unterbrochen.

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Die katalanischen Rettungsdienste erklärten, 37 Verletzte, die meisten von ihnen mit leichten Verletzungen, versorgt zu haben. Dafür seien 20 Krankenwagen im Einsatz gewesen. Am stärksten betroffen waren die Passagiere in dem ersten Waggon. Die Feuerwehr erklärte, ein Passagier habe aus dem Zug befreit werden müssen.

Zweites Zugunglück in Spanien innerhalb weniger Tage

Die Rettungskräfte setzten in der Dunkelheit Taschenlampen ein, um die Trümmer des entgleisten Bahnwagens zu untersuchen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Demnach hatte der Aufprall den Waggon in eine Masse zusammengepressten Metalls verwandelt. Der Zug gehörte zu der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen.

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Am Sonntag (18. Januar) war ein Hochgeschwindigkeitszug nahe dem Ort Adamuz im Süden Spaniens entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Dabei starben nach Behördenangaben mindestens 42 Menschen, 37 Verletzte befinden sich derzeit noch im Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich auf gerader Strecke, die Ursache ist bislang unklar. (dpa/afp/lha)

Verwendete Quellen: dpa/afp