Zurück im GefängnisZehn Tage nach gescheiterter Hinrichtung! Christa Pike aus Krankenhaus entlassen

Eigentlich sollte sie längst tot sein.
Doch Christa Pike (50) überlebt Ende September ihre Hinrichtung mit der Giftspritze im US-Bundesstaat Tennessee. Tagelang liegt die verurteilte Mörderin danach im Krankenhaus. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung: Die 50-Jährige wurde aus der Klinik entlassen – und ist wieder hinter Gittern! Doch wie geht es ihr nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch?
Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung aus Krankenhaus entlassen
Zehn Tage nach ihrer gescheiterten Hinrichtung ist Christa Pike wieder hinter Gittern: Die 50-Jährige hat das Krankenhaus inzwischen verlassen und wurde zurück ins Gefängnis gebracht. Das berichten ihre Anwälte in einer am Samstag (10. Oktober) veröffentlichten Erklärung, die AP vorliegt.
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Demnach befindet sich Pike wieder im Deborah K. Johnson Rehabilitation Center, einem Frauengefängnis im US-Bundesstaat Tennessee. Dort hatte sie bereits rund 30 Jahre verbracht, bevor der Staat am 30. September versuchte, ihr Todesurteil zu vollstrecken. Doch die Hinrichtung scheiterte – obwohl ihr gleich zwei Dosen des Hinrichtungsmittels Pentobarbital verabreicht worden waren.
Christa Pike wird weiter medizinisch versorgt
Doch bedeutet die Entlassung aus dem Krankenhaus auch, dass sich die 50-Jährige inzwischen erholt hat? Schließlich war Pikes Zustand vor wenigen Tagen noch sehr ernst. Erst am Mittwoch (7. Oktober) hatten ihre Anwälte laut dpa berichtet, dass ihre Mandantin zwar wieder bei Bewusstsein sei, aber unter starken Verwirrungszuständen leide. Laut ihrem Anwalt Randy Spivey konnte sie zu diesem Zeitpunkt weder Arme noch Beine bewegen. Hinzu kamen eine Lungenentzündung und ein Blutgerinnsel in einem Arm.
Doch dann gab es erste Fortschritte: Wie das US-Magazin People am 8. Oktober unter Berufung auf ihre Anwälte berichtete, konnte Pike mit Unterstützung bereits wieder einige Schritte gehen. Auch ihre Arme gewannen langsam an Beweglichkeit zurück, die Lunge war wieder frei und die 50-Jährige konnte wieder normal essen.
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Die psychischen Folgen des Hinrichtungsversuchs waren allerdings weiterhin erheblich. Laut ihren Verteidigern kämpfte Pike mit einem schweren Trauma.
Wie es ihr inzwischen geht, bleibt offen. In ihrer neuesten Erklärung machen die Anwälte keine genaueren Angaben zu ihrem Gesundheitszustand. Fest steht nur: Auch hinter Gittern soll Pike weiterhin medizinisch betreut werden. Ihre Anwälte kündigen außerdem an, ihre Genesung weiter zu beobachten.
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In ihrer Erklärung bedanken sich die Verteidiger zudem im Namen ihrer Mandantin bei den Menschen, die nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch um ihr Leben kämpften. „Sie ist den Rettungskräften und ihrem Ärzteteam für die Betreuung unter diesen außergewöhnlichen Umständen sehr dankbar”, heißt es laut AP in der Stellungnahme.
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Nach gescheiterter Hinrichtung: Anwälte kämpfen gegen erneute Exekution
Christa Pike war 1996 wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Mitschülerin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Die Tat hatte sie 1995 im Alter von 18 Jahren begangen. Am 30. September sollte das Todesurteil mit einer Giftspritze vollstreckt werden. Doch selbst nach der Verabreichung der beiden vorgesehenen Dosen Pentobarbital starb Pike nicht. Anschließend musste sie ins Krankenhaus gebracht werden.
Auch juristisch hat der gescheiterte Hinrichtungsversuch inzwischen Folgen. Eine Richterin ordnete zunächst an, sämtliche Beweismittel rund um die missglückte Exekution zu sichern.
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Doch damit nicht genug: Wie die New York Post berichtet, darf nun auch Pikes Klage gegen die Hinrichtung per Giftspritze erneut vor Gericht behandelt werden. Das Verfahren war im Mai vom Obersten Gericht Tennessees abgewiesen worden. Nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch sieht das Gericht jedoch außergewöhnliche Umstände, die eine erneute Prüfung rechtfertigen.
Pikes Verteidiger wollen weiterhin erreichen, dass ihre Todesstrafe in lebenslange Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung umgewandelt wird. Ob der Bundesstaat Tennessee einen weiteren Versuch unternehmen wird, die 50-Jährige hinzurichten, ist bislang offen.
Verwendete Quellen: AP News, dpa, People, New York Post


