Landtagswahl in Mecklenburg-VorpommernTrotz Frau und Kind! CDU-Politiker auf Tinder aktiv – für ein etwas anderes Match

Verheiratet, Vater – und trotzdem auf Tinder unterwegs?
Wer über das Profil von CDU-Politiker Daniel Peters (45) stolpert, könnte erst einmal stutzig werden. Doch der Spitzenkandidat aus Mecklenburg-Vorpommern sucht weder Flirt noch Affäre: Er ist auf der Jagd nach einem ganz anderen Match – und zwar bei der Landtagswahl.
CDU-Politiker Daniel Peters sucht auf Tinder nach Wählern
„Daniel, 45“ – so präsentiert sich der CDU-Spitzenkandidat laut Berliner Zeitung für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auf Tinder. Doch wer jetzt an eine heimliche Partnersuche denkt, liegt falsch. Peters ist verheiratet und hat ein Kind, wie sein Sprecher im Gespräch mit der Berliner Zeitung klarstellt.
Sein Tinder-Profil ist Teil des Wahlkampfs. „Tinder ist ein wichtiger Social-Media-Kanal. Und ich will dort präsent sein, wo die Menschen sind“, erklärt Peters der Zeitung. Er wolle das Format nutzen, um mit Menschen über Politik ins Gespräch zu kommen. „Nur darum geht es.“
Und so klingt sein Profil zwar stellenweise nach Dating, zielt aber auf politische Gespräche. „Ich interessiere mich für dein Leben. Lass uns besprechen, was besser werden muss“, heißt es dort laut Berliner Zeitung. Als „Liebes-Stil“ hat der 45-Jährige passenderweise „Gemeinsame Zeit“ angegeben.
CDU kämpft vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern um Stimmen
Hinter dem ungewöhnlichen Tinder-Auftritt steckt ein ernstes Ziel: Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Peters führt die CDU als Spitzenkandidat in den Wahlkampf – und will offenbar auch Menschen erreichen, die mit klassischen Wahlplakaten und Infoständen eher wenig anfangen können.

Dabei ist Tinder vor allem bei jüngeren Menschen beliebt. Nach Angaben der Datingplattform sind mehr als 60 Prozent ihrer Nutzer zwischen 18 und 30 Jahre alt. Genau dort will Peters mit seiner politischen Botschaft offenbar auftauchen.
Lese-Tipp: Peinlich-Panne im Parlament! Als Politiker DAS vorliest, blamiert er sich vor aller Welt
Video-Tipp: Julia Klöckner erntet Kritik – wegen dieses Social-Media-Posts
Nicht der erste Tinder-Politiker – trotzdem erntet Daniel Peters Spott
Bei der politischen Konkurrenz kommt die Aktion allerdings nicht überall gut an. Linke-Spitzenkandidatin und Bildungsministerin Simone Oldenburg wertet Peters’ Tinder-Auftritt als Zeichen der Verzweiflung. Aus Panik vor dem Wahlergebnis sei der CDU demnach jedes Mittel recht. Das berichten verschiedene Medien, darunter die Berliner Zeitung und der NDR. SPD-Generalsekretär Julian Barlen soll zudem jeglichen Kommentar verweigert haben.
Lese-Tipp: AfD-Politiker soll Jugendlichen bei Streit um Wahlplakat geschlagen haben
Ganz neu ist die Idee aber nicht. Bereits andere Politiker nutzten Tinder in vergangenen Wahlkämpfen, um auf Stimmenfang zu gehen. Zur Bundestagswahl 2025 arbeitete die Dating-App zudem offiziell mit der Bundeszentrale für politische Bildung zusammen und integrierte den Wahl-O-Mat in die App, wie Tinder berichtet.
Ob Daniel Peters dort am Ende tatsächlich sein erhofftes politisches „Match“ findet, entscheidet sich spätestens am Wahlabend.
Verwendete Quellen: Berliner Zeitung, Tinder, NDR, Tinder

































