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Themen und Personen

Wahl-O-Mat

Der Wahl-O-Mat soll unentschlossenen Wählern vor einer Wahl als Entscheidungshilfe dienen. Etabliert wurde das Online-Tool erstmals im Jahr 2002.

Wahl-O-Mat picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Peter Förster

Der Wahl-O-Mat hilft unschlüssigen Wählern dabei, eine Entscheidung zu treffen. Er wird von der Bundeszentrale für politische Bildung im Internet zur Verfügung gestellt und präsentiert seinen Nutzern 38 Thesen zu aktuellen politischen Themen, die von Wissenschaftlern und einer Gruppe von jungen Menschen erarbeitet wurden. Die Nutzer können diesen Thesen per Mausklick nun zustimmen oder nicht. Eine neutrale Haltung lässt sich ebenfalls einnehmen. Wer unsicher ist, kann bestimmte Thesen zudem überspringen. Nachdem die Auswahl getroffen wurde, ermittelt der Wahl-O-Mat, inwieweit die Bewertungen des Nutzers mit den Bewertungen der zur Wahl stehenden Parteien übereinstimmen. Themen, die dem Nutzer des Wahl-O-Mats besonders wichtig sind, können auf Wunsch doppelt gewertet werden. Es gibt außerdem die Möglichkeit, eine Vorauswahl der Partien zu treffen. Einige Parteien werden also in der Endauswertung nicht angezeigt. Um die Wahl zu erleichtern, können die Nutzer Parteiprogramme lesen, die ebenfalls von der Bundeszentrale für politische Bildung stammen. Am Ende wird das Ergebnis in Form eines Balkendiagramms angezeigt. Die Nutzer sehen also auf einen Blick, mit welchen Parteien es die meisten Übereinstimmungen gibt.

Die Geschichte des Wahl-O-Mats

Der Wahl-O-Mat konnte im Vorfeld der Bundestagswahlen des Jahres 2002 erstmals benutzt werden. Damals standen nur die großen Partien zur Auswahl. Das änderte sich 2009. Seit diesem Jahr enthält der Wahl-O-Mat stets alle zur Wahl stehenden Parteien und 38 Thesen. Die Anwendung fand in den weiteren Jahren immer mehr Zuspruch. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte der Wahl-O-Mat 15,7 Millionen Nutzer.

Wahl-O-Mat - Alternativen

Beim Wahl-O-Mat dürfen die Parteien selbst zu den Thesen Stellung nehmen. Das wurde in der Vergangenheit kritisiert, da die angegebene Haltung nicht zwangsläufig das Verhalten der Parteien nach der Wahl widerspiegelt. WahlSwiper befragt ebenfalls die Parteien selbst. DeinWal.de geht anders vor: Hier wird das bisherige Abstimmungsverhalten der Parteien zur Bewertung der Thesen benutzt. Auch das Wahl-Navi verlässt sich nicht auf die Aussagen der Parteien, sondern nutzt unter anderem Parteiprogramme und Aussagen aus dem Bundestag, um die Standpunkte der Partien zu ermitteln.