Heute entscheidet sich alles für den BuckelwalRettung oder Tragödie? Jetzt beginnt Timmys Kampf ums Überleben
Ganz Deutschland blickt auf die Insel Poel.
Kleine Wasserfontänen steigen am Dienstagmorgen (28. April) noch über der Ostsee auf. Seit vier Wochen steckt Buckelwaal Timmy in der flachen Wismarbucht vor der Insel Poel fest. Es startet die wohl riskanteste Rettungsaktion der Geschichte. Schafft er es oder wird der Einsatz zur letzten Belastungsprobe?
Strategiewechsel in letzter Sekunde
Seit den frühen Morgenstunden laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die 50 Meter lange Spezialbarge liegt bereit. Über eine eigens angelegte Rinne im Flachwasser soll der Wal vorsichtig in das schwimmende Becken geführt werden. Ursprünglich sollte er rückwärts mit einer Plane bewegt werden. Doch kurz vor dem Start gibt es eine Änderung! Das zwölf Tonnen schwere Tier soll nun vorwärts mit Unterstützung eines Gurtes in das schwimmende Becken gelenkt werden.
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„Wir werden versuchen, das so schonend wie möglich zu machen, und das ist nur eine Unterstützung”, versichert Tierärztin Kirsten Tönnies. Der Wal werde nicht überbeansprucht. Auch Oliver Bartels von der DLRG ergänzt: „Er wird über keinen Sand gezogen.” Das Tier soll „floatend”, also schwimmend, in den Kahn gleiten.

Experten warnen vor Todes-Panik
Doch nicht alle glauben an ein Happy End. Das Deutsche Meereszentrum fordert erneut, Timmy lieber größtmöglich in Ruhe zu lassen. Die wiederholten Strandungen deuteten auf ein ernstes Gesundheitsproblem hin.
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Auch die Wal- und Delfin-Schutzorganisation WDC warnt vor einem dramatischen Szenario: „In freier Natur sind Wale keine Situationen gewöhnt, in denen sie eingesperrt sind.” Die ungewohnte Lage könne den Wal und „Stress, möglicherweise auch Angst und Panik” versetzen, da er seinem Fluchtinstinkt nicht folgen könne. Denkbar seien heftige Flossenschläge oder sogar eine sogenannte Fangmyopathie – eine Art Schockstarre, bei der die Muskeln verkrampfen.

Timmys Schicksal entscheidet sich
Ob Timmy die dreieinhalbtägige Reise nach Skagen überlebt, ist völlig ungewiss. Immerhin: Das Wetter spielt mit. Laut Deutschem Wetterdienst bleibt der Wind schwach, größere Pegelschwankungen werden nicht erwartet. Gute Bedingungen für eine Mission, die kaum Fehler verzeiht. (nha)
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa
































