Vor 20 Tagen starb ihr PapaMutter von Stade-Killer erschossen – nun sammelt eine Spendenaktion für ihre kleinen Kinder

„Es gibt Schicksale, für die es keine Worte gibt.”
Zwei kleine Kinder im Alter von drei und vier Jahren verlieren innerhalb von nur 20 Tagen erst ihren Vater – und dann ihre Mutter bei den tödlichen Schüssen in Stade. Tausende Menschen wollen den Geschwistern nun Hoffnung schenken. Es ist eine Spendenaktion, die das ganze Land bewegt.
Sie wollte Familien helfen und bezahlt mit ihrem Leben
Die 32-jährige Mitarbeiterin des Jugendamtes der Region Hannover will am Montag (29. Juni) in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade nur helfen, als ein 45-jähriger Vater plötzlich das Feuer eröffnet und sechs Menschen tötet. Drei der Opfer arbeiteten in der Jugendhilfeeinrichtung, drei weitere – darunter die 32-Jährige – waren Beschäftigte des Jugendamtes der Region Hannover. RTL hat ausführlich über den Fall berichtet. Besonders tragisch: Die junge Mutter trauert zu diesem Zeitpunkt selbst um ihren Ehemann Pascal. Der 35-Jährige stirbt nur wenige Wochen zuvor nach einem schweren epileptischen Krampfanfall mit anschließendem Herzstillstand.
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In einem früheren Spendenaufruf für den Familienvater schreiben die Initiatoren: „Dieses Mal bist du leider nicht mehr zurückgekehrt.” Am 9. Juni nimmt die Familie Abschied von ihm. Nur 20 Tage später verlieren die beiden Kinder auch ihre Mutter.
„Ihre Kinder waren ihr größter Schatz”
Der aktuelle Aufruf auf der Spendenplattform GoFundMe beginnt mit den Worten: „Es gibt Schicksale, für die es keine Worte gibt.” Weiter heißt es: „Zwei kleine Kinder – gerade einmal 3 und 4 Jahre alt – mussten innerhalb kürzester Zeit das Unvorstellbare erleben. Innerhalb weniger Wochen verloren sie erst ihren geliebten Papa und dann ihre Mama.”
Die Initiatoren beschreiben die 32-Jährige als außergewöhnlichen Menschen. „Eine liebevolle Mutter, eine starke Persönlichkeit und ein Mensch mit einem unglaublich großen Herzen. Sie war selbstlos, warmherzig und immer für andere da“, heißt es in der Kampagne. „Ihre eigenen Kinder waren ihr größter Schatz. Sie waren ihr Stolz, ihre Freude und ihr Ein und Alles.“ Auch beruflich habe sie sich mit großem Engagement für die Sicherheit und den Schutz von Kindern eingesetzt. „Zurück bleiben zwei kleine Kinder, die nun ohne ihre Mama und ihren Papa aufwachsen müssen.“ Neben ihren beiden Kindern hinterlässt die 32-Jährige ihre Eltern, vier Brüder sowie zahlreiche Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, die sie „geliebt und geschätzt haben“.
Über 380.000 Euro – Hilfe für die Zukunft der Kinder
Die Anteilnahme ist riesig. Bereits einen Tag nach dem Start der Spendenaktion für die beiden Geschwister spenden Zehntausende Menschen – inzwischen sind über 380.000 Euro zusammengekommen (Stand 2. Juli, 14.30 Uhr). Mit dem Geld soll den Kindern ein möglichst sicherer Start in ihre Zukunft ermöglicht werden. Nach Angaben der Initiatoren sollen die Spenden für Versorgung, Betreuung, Bildung, mögliche therapeutische Unterstützung sowie für Kosten rund um die Beerdigung und die Folgen des schweren Verlustes verwendet werden.

„Noch ist ungewiss, wie der weitere Weg der Kinder aussehen wird. Sicher ist jedoch: Sie brauchen jetzt Unterstützung, Sicherheit und Menschen, die ihnen in dieser schweren Zeit helfen”, heißt es in dem Aufruf. „Jede noch so kleine Spende ist ein Zeichen der Hoffnung und zeigt den Kindern: Ihr seid nicht allein.“
Auf RTL-Anfrage bestätigt GoFundMe, dass die Spendenaktion geprüft und verifiziert wurde. Die Initiatorin der Kampagne hat sich auf eine Anfrage von RTL bislang nicht zurückgemeldet.
Verwendete Quellen: GoFundMe, eigene RTL-Recherche


